In Schwäbisch Gmünd sorgt eine neue Verkehrsanordnung für Aufsehen: Die Linksabbiegespur an der Kreuzung Rektor-Klaus-Straße / Rechbergstraße, die seit Jahren als Unfallschwerpunkt gilt, wurde gesperrt. Jährlich ereignen sich hier rund zehn Unfälle, weshalb die Stadtverwaltung beschlossen hat, Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu ergreifen. Diese Regelung wird bis Ende 2026 in einer Testphase evaluiert. Die Verantwortlichen hoffen, durch die Sperrung das Unfallrisiko deutlich zu senken.
Zusätzlich wurde das Tempolimit in der Innenstadt angepasst. In den kleinen Straßen der Altstadt sowie in der Goethestraße und Klösterlestraße, die sich in der Nähe von Schulen befinden, gilt nun ein Tempolimit von 30 km/h. Auf den weiteren Zufahrtsstraßen zur Innenstadt dürfen Autofahrer maximal 40 km/h fahren. An der Rektor-Klaus-Straße beträgt das Tempolimit im Einmündungsbereich 40 km/h, während die Remsstraße weiterhin mit Tempo 50 befahren werden kann. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Plans zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt, insbesondere in unfallträchtigen Bereichen.
Hohe Unfallzahlen und neue Geschwindigkeitsbegrenzungen
Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat die Geschwindigkeitsbegrenzung an der Rechbergstraße, Einmündung Rektor-Klaus-Straße, als Sofortmaßnahme auf 30 km/h angeordnet. Diese Entscheidung wurde aufgrund der hohen Unfallzahlen in diesem Bereich getroffen. Geplant ist zudem eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 km/h für die gesamte Rechbergstraße, die voraussichtlich bis Ende des Jahres umgesetzt werden könnte. Bereits seit vielen Jahren ist der Einmündungsbereich unfallträchtig, und frühere Maßnahmen wie der Einsatz von Verkehrsspiegeln sowie Verbesserungen der Sichtverhältnisse haben nicht zu einer Reduzierung der Unfallzahlen geführt.
Um die Situation weiter zu bewerten, arbeitet die städtische Unfallkommission eng mit dem Polizeipräsidium zusammen. Eine Verkehrsschau wird die gesamte Rechbergstraße hinsichtlich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit neu bewerten. Außerdem plant der Bund, den Kommunen mehr Handlungsspielraum bei innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu geben, doch der Zeitpunkt der Änderungen im Straßenverkehrsgesetz bleibt unklar.
Die Rolle der Verkehrsunfallstatistik
Die Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Schwäbisch Gmünd basieren auf umfassenden Daten der Verkehrsunfallstatistik, die eine zuverlässige und bundesweit vergleichbare Grundlage für die Analyse der Verkehrssicherheitslage bietet. Diese Statistiken helfen nicht nur dabei, Unfallursachen zu identifizieren, sondern sind auch entscheidend für die Gesetzgebung im Bereich Verkehrssicherheit, Straßenbau und Verkehrserziehung. Durch die Auswertung dieser Daten können Strukturen des Unfallgeschehens und Abhängigkeiten zwischen unfallbestimmenden Faktoren aufgezeigt werden, was letztlich zu einer Verbesserung der Verkehrspolitik führt, insbesondere in Bezug auf Infrastruktur und Sicherheit.
Die Stadt Schwäbisch Gmünd verfolgt mit ihren neuen Regelungen das Ziel, die Kreuzung Rektor-Klaus-Straße / Rechbergstraße sicherer zu machen. Optische Veränderungen sind nach der Auswertung der Unfallstatistik geplant, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Die hohen täglichen Fahrzeugbewegungen von 10.100 auf der Rektor-Klaus-Straße und 12.000 auf der Rechbergstraße machen diese Maßnahmen umso wichtiger. Die alternative Route über die Schillerstraße wird empfohlen, um den Verkehr an der unfallträchtigen Kreuzung zu entlasten.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen in Schwäbisch Gmünd können Interessierte die Gmünder Tagespost und die Webseite der Stadt Schwäbisch Gmünd besuchen.