Die Stadt Schwäbisch Gmünd zieht fast ein Jahr nach dem Start ihres digitalen Angebots, dem virtuellen Bürgerbüro, eine durchweg positive Bilanz. Die Initiative, die im März 2025 ins Leben gerufen wurde, hat sich als voller Erfolg erwiesen und bietet den Bürgern eine flexible Alternative zum traditionellen Gang ins Rathaus. Behördengänge können nun bequem per Videokonferenz erledigt werden, wodurch die Verwaltungsprozesse deutlich schneller und effizienter gestaltet werden.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Effektivität des virtuellen Bürgerbüros ist die Ausstellung einer Meldebescheinigung, die in nur viereinhalb Minuten erfolgt ist. Die hohe Akzeptanz bei Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern spricht für die gelungene Kombination aus digitalen Prozessen und persönlicher Beratung durch geschultes Personal. Das Angebot umfasst mittlerweile eine breite Palette an Dienstleistungen, die von zu Hause, am Arbeitsplatz oder sogar aus dem Ausland in Anspruch genommen werden können. Zu den häufigsten Services zählen Wohnsitzänderungen, die Beantragung von Führungszeugnissen sowie die Ausstellung von Bewohnerparkausweisen.

Einfacher Zugang und hohe Sicherheit

Der Prozess zur Buchung eines Online-Termins ist denkbar einfach: Über die städtische Website kann ein Termin vereinbart werden, und der Bürger erhält rechtzeitig einen Link zum vereinbarten Zeitpunkt. Die Identitätsprüfung erfolgt bequem per Personalausweis, und oft kann der gesamte Vorgang in einem einzigen Termin abgeschlossen werden. Die Initiative wurde als strategische Antwort auf den Bedarf nach flexibleren Angeboten eingeführt und steht im Einklang mit den bundesweiten Modernisierungsbemühungen, wie dem Onlinezugangsgesetz (OZG).

Das BSI unterstützt die Umsetzung des OZG, das Behörden von Bund, Ländern und Kommunen verpflichtet, Verwaltungsleistungen elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. Ziel ist eine moderne, nutzerfreundliche Verwaltung, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht wird. Interaktionen zwischen Bürgern und Verwaltung sollen schneller und effizienter werden, was durch die Bereitstellung von Nutzerkonten und die Wiederverwendbarkeit von einmal eingegebenen Nutzerdaten unterstützt wird. Das IT-Sicherheitsniveau spielt eine entscheidende Rolle, um den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten.

Fortschritte und Herausforderungen der digitalen Verwaltung

Im Rahmen des OZG sind bis Ende 2022 insgesamt 575 Verwaltungsleistungen elektronisch anzubieten, wobei die Nutzerorientierung und die Anwenderfreundlichkeit höchste Priorität haben. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist verantwortlich für die Digitalisierung von rund 250 Verwaltungsleistungen des Bundes, darunter Anträge für Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld und viele weitere Sozialleistungen. Obwohl auf Bundesebene bereits Fortschritte erzielt wurden, bleibt die vollständige Digitalisierung mancher Leistungen eine Herausforderung, insbesondere aufgrund komplexer föderaler Strukturen und einer heterogenen IT-Landschaft.

Die OZG-Umsetzung wird auch über 2022 hinaus fortgesetzt, um sicherzustellen, dass die Bürger zeitgemäße und unbürokratische Zugänge zu den notwendigen Dienstleistungen erhalten. Ein Beispiel für die Fortschritte ist die seit dem 14. März 2022 mögliche Antragstellung für diverse föderale Sozialleistungen über eine Sozialplattform, die digitale Anträge und Zugang zu lokalen Beratungsdiensten bietet.

In Gmünd zeigt das virtuelle Bürgerbüro, wie der Weg in die digitale Zukunft der Verwaltung aussehen kann. Die Stadt plant bereits eine Ausweitung des digitalen Dienstleistungsangebots, was einen weiteren Schritt in Richtung einer modernen, benutzerfreundlichen Verwaltung darstellt. Die hohe Akzeptanz und die positive Resonanz der Bürger zeigen, dass die Digitalisierungsprozesse einer breiten Zustimmung begegnen.

Für weitere Informationen über das virtuelle Bürgerbüro und die damit verbundenen Dienstleistungen besuchen Sie bitte die Website von ad-hoc-news.