Am 8. März 2026 findet die Landtagswahl in Baden-Württemberg statt, und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Die Wahllokale sind von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, und in diesem Jahr gibt es eine interessante Neuerung: Erstmals dürfen auch 16-Jährige abstimmen. Diese Wahl ist besonders, denn die Wähler haben die Möglichkeit, gleich zwei Stimmen abzugeben: Eine Erststimme für einen Kandidaten im Wahlkreis und eine Zweitstimme für die Landesliste einer Partei. Dies könnte den Stimmenanteil der Parteien, die den Einzug in den Landtag anstreben, erheblich beeinflussen. Weitere Details zu den Kandidaten und dem Wahlprozess finden Sie hier.
Im Wahlkreis 25, Schwäbisch Gmünd, wird die amtierende Abgeordnete Martina Häusler von den Grünen versuchen, ihr Direktmandat zu verteidigen. Ihr Herausforderer Tim Bückner von der CDU gilt als Favorit auf den Sitz, während auch Ulrike Freifrau von Streit (SPD), Chris-Robert Berendt (FDP), Günter Rentschar (AfD) und Nina Eisenmann (Die Linke) zur Wahl antreten. Interessanterweise gibt es keinen zugelassenen BSW-Direktkandidaten in diesem Wahlkreis. Am Wahlabend dürfen die Wähler nach 18 Uhr mit den ersten Prognosen und Hochrechnungen rechnen, während das offizielle Endergebnis am 12. März 2026 um 10:00 Uhr bekannt gegeben wird.
Wahlrecht und Beteiligung
Das Wahlrecht in Baden-Württemberg sieht eine Mindestanzahl von 120 Abgeordneten im Landtag vor, wobei eine Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in das Parlament gilt. Die Briefwahl ist ebenfalls eine Option, für die ein Antrag bis zum Wahlsonntag um 18 Uhr eingereicht werden muss. Zudem ist es wichtig, dass Wähler ihre Wahlbenachrichtigung und einen Ausweis mitbringen, um ihre Stimme abgeben zu können. Der Wahl-O-Mat, eine nützliche Entscheidungshilfe, wird am 9. Februar 2026 starten, sodass sich die Wähler bereits im Vorfeld informieren können.
Die Hauptkandidaten für das Ministerpräsidentenamt sind der CDU-Kandidat Manuel Hagel und Cem Özdemir von den Grünen. Die AfD wird von Markus Frohnmaier vertreten, der sich in einer Außenseiterrolle sieht, während Andreas Stoch (SPD) und Kim Sophie Bohnen (Die Linke) ebenfalls in den Ring steigen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Umfragen bis zur Wahl entwickeln; derzeit zeigen sie ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen.
Ein Blick auf die Landtagsstruktur
Baden-Württemberg hat insgesamt 70 Wahlkreise, und die Mandate werden auf der Grundlage der Zweitstimmen verteilt. Bei der letzten Wahl konnte die Partei U 30% der Zweitstimmen erzielen, gefolgt von Partei V mit 25%. Die Mindestanzahl der Abgeordneten bleibt bei 120, kann jedoch durch Überhang- und Ausgleichsmandate erhöht werden, falls eine Partei mehr Direktmandate gewinnt, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zusteht. Dies könnte auch in der bevorstehenden Wahl relevant werden, da die Kandidaten und Parteien versuchen werden, ihre Wählerbasis zu mobilisieren und die Stimmen zu sichern, die sie benötigen, um in den Landtag einzuziehen. Mehr Informationen über das Wahlrecht finden Sie hier.