Das „Festival der schrägen Töne“ in Schwäbisch Gmünd hat am heutigen Tag, dem 7. Februar 2026, seine Pforten geöffnet. Die Veranstaltung, die um 11 Uhr in der Innenstadt begann, vereint die besten Guggenmusiken aus Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Rund 800 Musiker aus 19 Kapellen nehmen an diesem bunten Spektakel teil, das nicht nur musikalisch begeistert, sondern auch durch seine einzigartige Atmosphäre besticht.

Die Narrenzunft „Rudo, der Hölltalschütz“ hat den traditionellen Narrenbaum aufgestellt, auch wenn es zu einer Verspätung aufgrund eines blockierten Umzugswegs kam. Dieses Jahr hängt am Narrenbaum ein Stromzähler, was für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt. Erster Bürgermeister Christian Baron, der sich in einem auffälligen Leopardenmuster-Anzug präsentiert, lässt keinen Zweifel daran, dass es ihm ernst ist – eine Kampfansage an die Narren, die die Straßen mit ihren kreativen Kostümen und schrägen Klängen bevölkern. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite: Sonnenschein und „echtes Guggenwetter“ sind die perfekte Kulisse für die Festlichkeiten.

Ein Fest für die Sinne

Der Nachmittag verspricht beste Stimmung, die bis zum Abschluss in der Sporthalle an der Katharinenstraße um 11 Uhr am Sonntag anhält. Am Abend zieht die festliche Schar durch die Kneipen und Gassen von Gmünd, wo die verschiedenen Kapellen ihre Musik darbieten. Die Veranstaltung zieht jährlich Zehntausende Besucher in die historische Altstadt von Gmünd und bietet ein wahres Fest für die Sinne.

Besonders hervorzuheben sind die beiden Guggenkapellen, die heute zum ersten Mal in Schwäbisch Gmünd auftreten: das Sumpfernie-Orchester aus Öflingen und die Zinke-Waggis aus Weil am Rhein. Auch die Guggenmusikgruppe „Los Krawallos“, bestehend aus rund 50 Musikerinnen und Musikern, darunter viele Menschen mit Behinderung, zeigt, dass Inklusion und Spaß Hand in Hand gehen können. Dazu kommen lokale und zahlreiche Vereine, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgen und eine Vielzahl an Speisen und Getränken anbieten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Vorfreude auf das nächste große Event ist bereits spürbar: Das 41. Internationale Guggenmusiktreffen findet am 7. und 8. Februar 2026 in der Innenstadt von Schwäbisch Gmünd statt. Auch dort werden 19 Guggenkapellen mit rund 800 Musikerinnen und Musikern vertreten sein. Die Veranstaltung wird mit einem inoffiziellen Auftakt, dem Guggenball der Gmendr Gassfetza, beginnen, und bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Auftritten der Guggenmusiken und einer Partyband.

Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit für die Besucher, als Jury die beste Kapelle zu wählen. Dies geschieht über einen QR-Code auf dem Programmflyer, und es werden Einkaufsgutscheine verlost. Die Verpflegung wird von lokalen Ständen übernommen, die allerlei Leckereien anbieten. Auch der Guggenmusikfrühschoppen am Sonntag verspricht ein weiteres musikalisches Erlebnis, bei dem alle Kapellen bis in den späten Nachmittag auftreten werden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und den teilnehmenden Gruppen sind auf den jeweiligen Webseiten und über Social Media zu finden. Das „Festival der schrägen Töne“ und das Internationale Guggenmusiktreffen sind kein bloßer Treffpunkt für Musikliebhaber, sondern ein lebendiger Ausdruck der Kultur und Tradition, die Schwäbisch Gmünd so einzigartig macht. Für weitere Details und aktuelle Informationen können Sie die Artikel auf Remszeitung, Schwäbisch Gmünd und Gmender Fasnet besuchen.