Heute ist der 14.02.2026 und Schwäbisch Gmünd erlebt einen aufregenden Tag mit der Neueröffnung von „Mangal X Lukas Podolski“ im City Center. Dieser Standort reiht sich in die bereits hohe Dönerdichte der Region ein, wo zahlreiche Anbieter um die Gunst der Kundschaft kämpfen. Besonders interessant ist, dass Davud Demir, Geschäftsführer von Ali Baba, die Entwicklung des Marktes als gesättigt einschätzt, jedoch die Konkurrenz als Ansporn sieht, um seine eigenen Angebote zu verbessern.

Ali Baba, das von Davud Demir und seinem Bruder im Herbst 2024 übernommen wurde, bietet neben Döner auch Pizzen, Salate und Smashburger an. Nach einer umfangreichen Renovierung feierte das Restaurant Ende Oktober 2025 seine Wiedereröffnung. Kurz vor dem Comeback von Ali Baba eröffnete zudem der neue Konkurrent „The Daltons Kebab“, was den Wettbewerb in der Region weiter anheizt. Um Kunden zu gewinnen, investierte Demir 850 Euro in eine aufblasbare Werbefigur, die sicherlich ein Blickfang ist.

Döner als Kulturgut

Döner-Kebab hat sich in Deutschland als das beliebteste Fast-Food-Produkt etabliert, und das nach 50 Jahren. Ursprünglich in Berliner Imbissen der frühen 1970er Jahre entstanden, hat sich der Trend mittlerweile weltweit verbreitet und ist zu einem festen Bestandteil der deutschen Esskultur geworden. Die flächendeckende Verfügbarkeit von Döner-Grills, beispielsweise in Wernigerode, zeigt, wie sehr dieses Gericht in der Gesellschaft angekommen ist (Fleischwirtschaft).

Ein weiterer Wettbewerber auf der kulinarischen Bühne ist Fatih Karaca, der „Sato’s Fries“ am Marktplatz eröffnet hat. Er setzt auf To-go-Kunden und bietet günstige Preise bei gleichzeitig hoher Qualität. Besonders hervorzuheben ist, dass Sato’s Fries frische, regional bezogene Kartoffeln verwendet und auf Plastiktüten verzichtet. Karaca plant, mit amerikanisch inspirierten Gerichten wie „Philly Cheese Steak“ und „Corndogs“ zu punkten und somit das Angebot in der Stadt noch vielfältiger zu gestalten.

Qualität und Kontinuität

Erdem Torun vom Kebaphaus ist bereits seit 2004 im Geschäft und setzt auf Qualität und Kontinuität. Er sieht keine Notwendigkeit für spezielle Döner-Etikettierungen und plant, weiterhin aktiv in Schwäbisch Gmünd zu bleiben. Diese verschiedenen Ansätze in der Gastronomie zeigen, wie vielfältig und dynamisch der Markt ist und wie die Betreiber versuchen, den Wünschen der Kunden gerecht zu werden.

Die Nachfrage nach schnell verfügbarem Essen bleibt ungebrochen, und die größten Fast-Food-Marken erzielen neue Umsatzrekorde. Die Fast-Food-Industrie, zu der auch Döner, Burger und Pizza zählen, hat in Deutschland zuletzt Umsatzerlöse von knapp 17,4 Milliarden Euro generiert (Statista). Dabei legen immer mehr Konsumenten Wert auf gesündere Alternativen, während gleichzeitig der Markenwert von großen Namen wie McDonald’s und Starbucks in die Höhe schnellt.

In dieser schnelllebigen Branche wird Nachhaltigkeit zunehmend wichtig. Immer mehr Verbraucher achten auf die Inhaltsstoffe und die Herkunft ihrer Lebensmittel, was auch für die Betreiber der Dönerläden in Schwäbisch Gmünd ein Anreiz sein sollte, ihre Angebote entsprechend anzupassen und umweltbewusste Praktiken zu implementieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dönerlandschaft in Schwäbisch Gmünd nicht nur durch die Neueröffnungen, sondern auch durch die kreative Herangehensweise der Betreiber geprägt ist. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieser Wettbewerb entwickeln wird und welche Trends in der Zukunft auf uns zukommen.