Am Dienstag, den 17. Februar 2026, wird Schwäbisch Gmünd zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses: Der 50. Gmender Fasnetumzug zieht durch die Stadt. Mit einem Start um 13:30 Uhr am Bockstorplatz wird ein farbenfrohes Spektakel erwartet, das die Herzen der Zuschauer höher schlagen lässt. Die Umzugsstrecke erstreckt sich über 2,2 Kilometer und führt durch die Parlerstraße, Sebaldplatz, Untere Zeiselbergstraße, Königsturmstraße, Rosenstraße, Kalten Markt, Kappelgasse zum Marktplatz und endet schließlich in der Bocksgasse.
Rund 1.900 Mitwirkende aus 100 Gruppen, 59 Zünften und Vereinen werden die Straßen mit Leben füllen. Dazu zählen 47 Fußgruppen wie Garden, Männerballette und Prinzenpaare, 32 Hexen- und Maskengruppen sowie 10 Guggenmusikgruppen. Auch 8 Motivwagen werden das bunte Treiben bereichern. Um die Übersichtlichkeit zu verbessern, erhält jeder Verein nur eine Startnummer, eine Neuerung, die auf das Feedback der Zuschauer aus dem Vorjahr reagiert.
Feierlichkeiten und Sicherheit
Nach dem Umzug wird am Johannisplatz und im Prediger weitergefeiert. Sechs Moderatoren werden die Zuschauer über die Gruppen und deren Narrenrufe informieren. Für das leibliche Wohl sorgen zehn Bewirtungsstände, die Grillwurst, Steak, Softdrinks, Bier und Sekt anbieten.
Die Sicherheit hat bei diesem großen Event oberste Priorität. Die Zufahrten zur Umzugsstrecke werden mit Fahrzeugen gesperrt, und ein umfassendes Sicherheitskonzept wurde in Abstimmung mit dem Ordnungsamt und der Polizei entwickelt. Insgesamt sind 44 Security-Mitarbeiter, das Deutsche Rote Kreuz, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk im Einsatz. Um vermisste Kinder schnell finden zu können, gibt es Sammelpunkte an den Moderatorenstellen und DRK-Stützpunkten.
Regeln und Eintritt
Einige Regeln sind zu beachten: Süßigkeiten dürfen gezielt an Kinder abgegeben werden, übermäßige Erschreckungen von kleinen Kindern sind unerwünscht. Offenes Feuer, Pyrotechnik und gefährliche Gegenstände sind verboten, und auch der Genuss hochprozentiger Getränke ist beim Umzug untersagt. Der Eintritt für den Fasnetumzug kostet 4 Euro, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Das Silbermännle-Abzeichen 2026 dient als Ticket und ist auch am Veranstaltungstag erhältlich.
Die Straßen der Innenstadt werden ab 12 Uhr bis etwa 17 oder 18 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt, wobei Ersatzhaltestellen für Busse eingerichtet werden. Es wird empfohlen, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu planen, da es auch Einschränkungen beim Busverkehr geben kann. Der Bahnhof Schwäbisch Gmünd bleibt jedoch regulär angefahren.
Die Vorbereitungen für den Umzug sind umfangreich und erfordern ein hohes Maß an Organisation. Sicherheitskonzepte werden nicht nur in Schwäbisch Gmünd, sondern auch in anderen Städten mit Kommunen abgestimmt. In den letzten Jahren haben sich die Sicherheitsmaßnahmen aufgrund von Vorfällen in anderen Städten, wie etwa Amokfahrten, verschärft. Laut Innenminister Joachim Herrmann besteht zwar keine konkrete Gefahr, jedoch wird auf eine hohe abstrakte Gefährdung in Europa hingewiesen. Das Sicherheitskonzept umfasst unter anderem mobile Sperrmöglichkeiten und die Einbeziehung von Polizei und Feuerwehr, um den Umzug sicher zu gestalten.
Mit bis zu 60.000 erwarteten Besuchern wird der 50. Gmender Fasnetumzug zweifellos ein Fest für die ganze Familie und eine willkommene Gelegenheit, die Traditionen des Faschings in Schwäbisch Gmünd lebendig werden zu lassen. Weitere Informationen finden Sie in der ausführlichen Berichterstattung auf Gmünder Tagespost und auf der offiziellen Seite der Gmender Fasnet.