Am 17. Februar 2026 ist es soweit: Der 50. Gmender Fasnetsumzug in Schwäbisch Gmünd steht vor der Tür. Ab 13:30 Uhr können alle Interessierten den Umzug im Livestream verfolgen, der kostenlos zur Verfügung steht. Die Organisatoren Jennifer Haizmann und Ruben Steichele haben sich einige spannende Anpassungen für dieses Jubiläum überlegt, um die Veranstaltung noch attraktiver zu gestalten.
Der Umzug startet am Bockstorplatz und führt über eine Strecke von 2,2 Kilometern durch die Innenstadt. Rund 1900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 100 Gruppen, die sich aus 59 Zünften und Vereinen zusammensetzen, werden erwartet. Die Organisatoren haben beschlossen, dass für jeden Verein nur eine Startnummer vergeben wird, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Im Vergleich zu 2025, als 122 Gruppen aus 73 Zünften teilnahmen, werden in diesem Jahr weniger Einzelgruppen dabei sein.
Ein Fest der Vielfalt
Der Umzug wird ein buntes Spektakel: Unter den Mitwirkenden sind 47 Fußgruppen, darunter Garden, Männerballette und orientalische Tanzgruppen, sowie 3 Musikgruppen und 10 Guggenmusikgruppen. Zudem werden 32 Hexen- und Maskengruppen sowie 8 Motivwagen, die aktuelle und humorvolle Themen aufgreifen, das Publikum begeistern. Besonders erwähnenswert ist, dass fünf Gruppen zum ersten Mal am Umzug teilnehmen werden, darunter die Hegauer-Burghexen, die mit einer Anreise von etwa 200 km die weiteste Strecke zurücklegen.
Entlang der Strecke sind sechs Moderationsstellen eingerichtet, um die Zuschauer zu unterhalten und zu informieren. Zahlreiche Bewirtungsstände von den teilnehmenden Vereinen sorgen dafür, dass die Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten kommen. Mobile WC-Anlagen sind an mehreren Standorten, wie dem Bockstorplatz und der Parlerstraße, verfügbar, und auch öffentliche Toiletten in der Innenstadt werden geöffnet sein.
Ein sicheres und geselliges Erlebnis
Für die Sicherheit der Besucher sorgen rund 160 Helfer, 40 Security-Mitarbeiter sowie Polizei, DRK, kommunaler Ordnungsdienst, THW und Feuerwehr. Um den Umzug für alle zugänglich zu machen, wurde ein neuer Bereich für Menschen im Rollstuhl am Bockstorplatz eingerichtet. Zudem ist darauf zu achten, dass am Umzugstag kein Branntwein ausgeschenkt wird, um eine sichere Atmosphäre zu gewährleisten.
Die Eintrittspreise sind mit 4 Euro für Erwachsene moderat gehalten, während Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt haben. Die Einnahmen fließen in die Unkosten für Security, Verpflegung und Jugendarbeit. Höhepunkt des Tages wird die Prämierung der besten Gruppen im Rahmen des Silbermännle-Wettbewerbs sein, die gegen 17:30 Uhr beim Kehraus im Prediger stattfindet.
Kulturelles Erbe und Tradition
Der Gmender Fasnetsumzug ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern Teil der großen Tradition des Karnevals in Deutschland, der als eines der lebendigsten und traditionsreichsten Feste gilt. Er verwandelt Städte in Schauplätze voller Musik, Kostüme und Bräuche. Während der Umzug in Schwäbisch Gmünd die regionale Fastnacht repräsentiert, die geprägt ist von archaischen Masken und traditionellen Figuren, zeigt sich der Karneval in anderen Teilen des Landes ganz anders. In Köln beispielsweise stehen politische Witze und satirischer Spott im Vordergrund.
Die Fasnet stellt eine wichtige kulturelle Identität dar und zieht nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen an. So zeigt sich die Vielfalt der deutschen Kultur, die in ihren Bräuchen und Traditionen verwurzelt ist und gleichzeitig Raum für Kreativität und Gemeinschaft bietet. Der Fasnetsumzug am 17. Februar wird somit nicht nur ein Fest der Farben und Klänge, sondern auch ein Ausdruck des lebendigen Brauchtums in Schwäbisch Gmünd und darüber hinaus.
Für weitere Informationen über den Umzug können Sie die Quellen hier und hier nachlesen.