Am 17. Februar 2026 fand in Schwäbisch Gmünd der 50. Gmender Fasnetsumzug statt, ein Ereignis, das trotz strömenden Regens die Stimmung der Teilnehmer und Zuschauer nicht trüben konnte. Organisiert von Jennifer Haizmann und Ruben Steichele, hatte der Umzug das Ziel, die Übersichtlichkeit im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern. Mit etwa 1900 Narren, die in bunten Kostümen und aufwändigen Motivwagen durch die Straßen zogen, war die Veranstaltung ein wahrer Augenschmaus. Der Umzug umfasste 47 Fußgruppen, darunter Garden und Männerballette, sowie zahlreiche Guggen- und Musikgruppen.
Der Umzug startete um 13:30 Uhr am Bockstorplatz und führte über eine Strecke von ca. 2,2 Kilometern durch die Innenstadt. Der Endpunkt war am Prediger, wo anschließend eine Feier auf dem Johannisplatz und im Prediger stattfand. Besonders erfreulich war die Einführung eines neuen Bereichs für Menschen im Rollstuhl am Bockstorplatz, was die Veranstaltung inklusiver gestaltete. Die Teilnehmer konnten sich auf verschiedene Moderationspunkte entlang der Strecke freuen, die Informationen über die Herkunft der Narren und deren Rufe bereitstellten.
Organisation und Sicherheit
Die Sicherheit der Veranstaltung wurde großgeschrieben. Zufahrten wurden gesichert, und ein umfassendes Sicherheitskonzept sah den Einsatz von Ordnungsdienst, Polizei, Security, DRK, Feuerwehr und THW vor. Rund 160 Helfer und 40 Security-Mitarbeiter waren im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Zudem wurde darauf geachtet, dass kein Branntwein ausgeschenkt und kein hochprozentiger Alkohol von den Umzugswagen an die Zuschauer verteilt wurde. Eltern, die ihre Kinder verloren hatten, konnten sich an Moderationsstellen oder den Rote Kreuz-Stützpunkten wenden.
Die Veranstaltung bot auch zahlreiche Bewirtungsstände, an denen Grill und Getränke angeboten wurden. Für die Zuschauer standen mobile Toiletten an mehreren Standorten zur Verfügung, und das City-Center sowie die Waisenhausgasse und das Rathaus waren ebenfalls mit öffentlichen Toiletten ausgestattet. Die Organisatoren empfahlen verschiedene Parkmöglichkeiten, während die Katharinenstraße am Umzugstag für Busse reserviert war. Einschränkungen im Busverkehr für mehrere Linien wurden ebenfalls kommuniziert.
Ein Höhepunkt der Fasnet
Ein besonderes Highlight war der Silbermännle-Wettbewerb, bei dem die besten Gruppen in fünf Kategorien prämiert wurden. Die Siegerehrung fand um 17:30 Uhr beim Kehraus im Prediger statt. Der Eintritt zum Umzug betrug 4 Euro, während Kinder bis 14 Jahre freien Zugang hatten. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf unterstützten die Unkosten für Security, Verpflegung und Jugendarbeit.
Die Veranstaltung fand in einem Kontext statt, der von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geprägt war. Im Vorfeld der Karnevalsumzüge 2025 hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser betont, dass die Sicherheitsbehörden aktuelle Bedrohungen im Blick hatten und Schutzmaßnahmen anpassten. Zwar wurden keine konkreten Anschlagspläne gemeldet, doch die hohe Präsenz von Polizei und Rettungsdiensten unterstrich die Bedeutung von Sicherheit während solcher Feierlichkeiten (Quelle).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der 50. Gmender Fasnetsumzug ein gelungenes Fest war, das sowohl Tradition als auch kreative Neuheiten vereinte. Zuschauer und Teilnehmer konnten trotz der widrigen Wetterbedingungen die Gemeinschaft und den Spaß an der Fasnet erleben. Ein vollständiger Mitschnitt des Umzugs ist verfügbar, und Zuschauer hatten die Möglichkeit, eigene Bilder oder Videos zur Highlight-Galerie einzureichen (Quelle, Quelle).