Am Sonntag, dem 8. Februar 2026, fand das große Finale des 41. Internationalen Guggenmusiktreffens in Schwäbisch Gmünd statt. Bei dieser farbenfrohen Veranstaltung nahmen 19 Guggenkapellen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein teil. Die Atmosphäre war einmalig, wie auch Manuel Zirn, Dirigent der Zinke Waggis aus Weil am Rhein, bemerkte: „Die besondere Stimmung in Schwäbisch Gmünd ist unvergleichlich.“
Das Fest begann bereits am Samstagmittag mit der feierlichen Aufstellung des Narrenbaums auf dem oberen Marktplatz, der stolze 14 Meter hoch ist. An der Organisation des Narrenbaums waren etwa 50 Personen beteiligt, unterstützt von 15 bis 20 Feuerwehrleuten. Interessant ist, dass der Narrenbaum mit einem Handwagen gezogen wurde, dessen neue Achsen von der Rüstmeisterei der Staufersaga stammen. Eine ironische Anspielung auf die Probleme der Stadtwerke wurde durch einen Stromzähler am Narrenbaum symbolisiert.
Ein Fest für alle Sinne
Die Stadt erlebte einen großen Ansturm von Zuschauern, zwischen 15.000 und 20.000 Menschen waren gekommen, um das Guggenmusiktreffen zu feiern. Besonders am Samstag war die Innenstadt ein beliebter Treffpunkt, wo drei Bühnen am Marktplatz, Johannisplatz und in der Ledergasse für Unterhaltung sorgten. Die Waldstetter Lachabatscher und die Gmendr Gassafetza präsentierten neue, kreative Kostüme, während die Gassafetza in dieser Saison ihr 40-jähriges Jubiläum mit ehemaligen Mitgliedern feiert.
Ein Highlight war der Auftritt von Katja von der Träumeler-Musig Ebikon, die in einem weihnachtlichen Kostüm auftrat, um aufzufallen. Auch die Dirigentin Rhonda Gstöhl von den blausilbernen Trenser Moschtgügeler aus Liechtenstein fühlte sich in der herzlichen Atmosphäre der Stadt willkommen. Die Großsporthalle war beim Frühschoppen am Sonntag beinahe voll besetzt, was die große Beliebtheit der Veranstaltung unterstreicht.
Ein Blick in die Zukunft
Das 41. Internationale Guggenmusiktreffen wird nicht nur in diesem Jahr gefeiert, sondern auch in den kommenden Jahren, mit der nächsten Ausgabe bereits am 7. und 8. Februar 2026 in Schwäbisch Gmünd geplant. Bei dieser Veranstaltung werden 19 Guggenkapellen mit rund 800 Musikerinnen und Musikern aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Deutschland teilnehmen. Der inoffizielle Auftakt wird mit dem Guggenball der Gmendr Gassfetza am Freitagabend im Prediger gefeiert, gefolgt von Auftritten verschiedener Guggenkapellen und einer Partyband.
Die Veranstaltung zieht jährlich Zehntausende Besucher in die historische Altstadt von Gmünd und bietet ein vielfältiges Programm, das von Umzügen über Auftritte auf verschiedenen Bühnen bis hin zu kulinarischen Angeboten reicht. Der Umzug mit dem Narrenbaum wird am Samstag um 11 Uhr am Bockstorplatz beginnen, und Kinder sind eingeladen, den Narrenbaum zum Marktplatz zu begleiten. Der offizielle Empfang der Stadt mit dem Ersten Bürgermeister Christian Baron und Event-Manager Robert Frank wird um 12:15 Uhr am Oberen Marktplatz stattfinden.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sind auf der Website der Stadt Schwäbisch Gmünd zu finden: Gmünder Tagespost. Hier wird auch die Bekanntgabe der teilnehmenden Guggenkapellen rechtzeitig erfolgen. Die Vorfreude auf das nächste Fest ist bereits jetzt spürbar, und die Stadt Schwäbisch Gmünd wird auch in Zukunft ein bedeutender Ort für Fasnets- und Musikliebhaber bleiben.