Die Theatergruppe Gänserndorf lädt zu einem unterhaltsamen Theaterabend ein, bei dem die Komödie „OSCAR“ von Claude Magnier aufgeführt wird. Unter der Regie von Martina Esberger erwartet die Zuschauer ein turbulentes Verwechslungsspiel, in dem der erfolgreiche Industrielle Pierre Barnier in eine Reihe von Missverständnissen und überraschenden Wendungen verwickelt wird. Im Mittelpunkt stehen drei Koffer, die den Besitzer wechseln und für jede Menge Verwirrung sorgen.
Die Besetzung des Stücks ist vielversprechend und besteht aus Herbert Hagenbüchler, Silvia Neroth, Romana Kloiber, Stefan Mötz, Adele Magrutsch, Patrick Maschek, Maria Sengül, Nicole Krenauer und Thomas Uttner. Die Premiere findet am Freitag, den 13. März 2026, um 19:30 Uhr statt, gefolgt von weiteren Aufführungen an den darauffolgenden Tagen. Insgesamt sind mehrere Termine bis zum 28. März 2026 angesetzt, die die Möglichkeit bieten, dieses amüsante Stück zu erleben.
Ein Klassiker der Komödie
„OSCAR oder Oscar, ein Missverständnis in 3 Akten“ ist eine französische Komödie, die 1958 am Athenaeum Theater in Paris uraufgeführt wurde. Die Inszenierung von Jacques Mauclair und die Hauptrolle von Pierre Mondy als Bertrand Barnier sorgten von Anfang an für großen Erfolg. Besonders in der Version mit Louis de Funès, die ab 1959 gezeigt wurde, erlebte das Stück einen regelrechten Boom und wurde fast 600 Mal aufgeführt. De Funès‘ Auftritte, oft zusammen mit seinem Sohn Olivier de Funès, sind bis heute unvergessen.
In der Handlung dreht sich alles um einen brisanten Koffer, der den Kosmetikhersteller Barnier in Schwierigkeiten bringt. Albert, Barnier’s Angestellter, fordert nicht nur eine Gehaltserhöhung, sondern gesteht auch eine Millionen-Unterschlagung. Die Verwirrung nimmt zu, als Barnier die Polizei rufen will, während Albert gleichzeitig um die Hand von Barnier’s Tochter anfragt, die er für seine eigene Tochter hält. Diese amüsanten Verwicklungen und die temperamentvolle Colette, die in einen Chauffeur verliebt ist, machen das Stück zu einem echten Lacher.
Claude Magnier – Meister der Situationskomik
Claude Magnier, der am 20. Januar 1920 in Paris geboren wurde, gilt als einer der großen Namen in der französischen Theaterlandschaft. Er widmete sein Leben dem Theater, nachdem er zuvor eine kaufmännische Lehre absolviert hatte. Magnier begann seine Karriere mit dem Stück „Ein klarer Fall“ und fand schnell großen Erfolg mit „OSCAR“, das 1959 auch in deutscher Sprache in Stuttgart aufgeführt wurde. Seine Werke, darunter auch „Blaise“ und „Leon“, zeigen oft unerwartete Wendungen und verzweigte Handlungen, in denen es keine echten „Helden“ gibt. Magnier starb am 22. Juni 1983, hinterließ jedoch ein bleibendes Erbe im Bereich der Situationskomik.
Für Interessierte an außergewöhnlichem Theater und klassischer Komödie ist die Aufführung in Gänserndorf ein unbedingtes Muss. Weitere Informationen finden Sie in der Quelle. Die Geschichte von „OSCAR“ und Claude Magnier wird sicherlich viele Lacher und unvergessliche Momente bieten.