In der malerischen Marktgemeinde Obersiebenbrunn, die etwa 1.800 Einwohner zählt und auf einer Fläche von 27,01 km² eingebettet ist, wird zurzeit eine spannende politische Entwicklung beobachtet. Die Gemeindeführung setzt sich aus einer Dreierkoalition der SPÖ, GO7 und FPÖ zusammen, die insgesamt 11 Mandate hält, während die Opposition 8 Mandate für sich beansprucht. Bürgermeister Herbert Porsch und Vizebürgermeister Kurt Steindl von GO7 leiten die Geschicke der Gemeinde.

Was steht in Obersiebenbrunn an? Ein wichtiger Schritt ist die geplante Schaffung von 30 neuen Bauplätzen in Richtung Untersiebenbrunn, die durch den Ankauf und die Umwidmung von Grundstücken durch die Gemeinde realisiert werden. Diese werden zum Selbstkostenpreis verkauft, was bei etwa 160 Bewerbern aus der Gemeinde auf großes Interesse stößt. Die Vergabe erfolgt durch einen Gemeinderatsbeschluss. Der Wunsch, Ansiedlungen von Betrieben zu fördern, wird durch das AGRANA-Areal unterstrichen, das teilweise in Obersiebenbrunn liegt. Hier plant die Firma Stadler, eine temporäre Halle aufzubauen, ebenfalls auf gepachtetem Grund der AGRANA.

Infrastruktur und Dienstleistungen

Die Infrastrukturen in Obersiebenbrunn sind beachtenswert: Die Gemeinde besitzt eine gute Anbindung an Wien sowohl mit dem Zug als auch mit dem Bus. Der frequentierte Park&Ride-Parkplatz belegt dies eindrucksvoll. Zudem ist Obersiebenbrunn reich an Bildungseinrichtungen – von einem viergruppigen Kindergarten über eine vierklassige Volksschule bis hin zu einer landwirtschaftlichen Fachschule. Der Hort sorgt ebenfalls für eine umfassende Betreuung der Kinder.

  • Nahversorger
  • Mehrzweckhalle
  • Diverse Vereine, darunter Musikverein, Fußballverein, Tennis, Fischen, Chor, drei Jagden und Feuerwehr
  • Gastronomie (Gasthaus und Hofläden)

Die Gemeinde beschäftigt insgesamt 17 Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen, darunter Verwaltung und Bildung. Ausblick auf Verbesserungen: Eine neue Homepage ist in Arbeit, während die EDV-Anlage für das Gemeindeamt sowie die Volksschule erneuert wird.

Aktuelle Herausforderungen

Jedoch gibt es auch Herausforderungen, mit denen sich die Gemeinde auseinandersetzen muss. Aktuell befinden sich Außenstände von Gebühren in Höhe von 190.000 Euro in der Gemeinde, und Maßnahmen wurden eingeleitet, um diese zu klären. Die Gebühren werden vom Gemeindeverband für Abfallwirtschaft (GVU) eingehoben und abgerechnet.

Eine weitere gesetzliche Neuerung, die ab 1. Jänner 2026 in Kraft tritt, betrifft die Ausgabe von Rattenködern durch die Gemeinde, die dann nicht mehr erlaubt sein wird. Bereits ab 1. September 2025 können Obersiebenbrunner*innen über den Online-Heckenshop heimische Gehölze bestellen, die insbesondere für Bienenweiden und Sichtschutz geeignet sind.

Zudem bringt die Gemeinde Obersiebenbrunn die Möglichkeit zur Nutzung einer Gemeinde-App namens Gem2Go, mit der Bürger*innen bequem über ihr Smartphone oder Tablet auf wichtige Informationen zugreifen können. Auch die Handysignatur, die zur Anmeldung oder Abmeldung des Hauptwohnsitzes genutzt werden kann, wird immer bedeutender.

Im Kontext der ländlichen Förderung ist es erwähnenswert, dass es bundesweite Programme zur Finanzierung der Entwicklung ländlicher Regionen gibt. Diese sollen helfen, integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) zu erstellen, um die Region als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum nachhaltig weiterzuentwickeln. Zuschüsse können bis zu 75 Prozent der Kosten betragen, was für Obersiebenbrunn von Bedeutung sein könnte, wenn man die Entwicklungspläne weiter vorantreiben möchte, die auch Straßenbau und Sanierungsarbeiten im Kanalnetz betreffen.

Insgesamt ist Obersiebenbrunn eine Gemeinde, die sich stetig weiterentwickelt und durch eine engagierte Gemeindeführung, eine gute Infrastruktur und ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten besticht – auch wenn Herausforderungen nicht ausbleiben.

Für mehr Informationen besuchen Sie die offizielle Seite der Marktgemeinde Obersiebenbrunn: obersiebenbrunn.at, sowie die Berichterstattung über die politische Situation in der Region auf meinbezirk.at. Weitere Details zur Förderung ländlicher Räume finden Sie auf bmleh.de.