Herbert Nowohradsky ist eine prägende Figur in der niederösterreichischen Politik und ein leidenschaftlicher Hobbyfilmer. Als 2. Landtagspräsident a.D. hat er nicht nur die politischen Geschicke in seiner Region beeinflusst, sondern auch die Herzen der Menschen mit seinen filmischen Dokumentationen berührt. Zuletzt gratulierte er den Bezirksblättern zum 20-jährigen Jubiläum und hob hervor, wie gut die Zeitung in der Bevölkerung verankert und im Bezirk verbreitet ist.
Nowohradsky, der von 1980 bis 2014 Bürgermeister von Palterndorf-Dobermannsdorf war, war zu seiner Zeit der jüngste Bürgermeister im Land. Seine politische Laufbahn begann bereits in den 1970er Jahren. Nach seiner Matura am Gymnasium in Gänserndorf und der Pädagogischen Akademie in Wien-Strebersdorf trat er 1972 in den Schuldienst ein und wurde später Hauptschuldirektor in Hohenau an der March. Politisch aktiv war er zunächst als Bezirksobmann der Jungen Volkspartei in Zistersdorf, bevor er 1980 das Bürgermeisteramt übernahm.
Ein Blick auf seine politische Karriere
Nach seiner Zeit als Bürgermeister wurde Nowohradsky 1990 Landtagsabgeordneter und erlebte zahlreiche Herausforderungen, darunter das Hochwasser 2006 in Jedenspeigen, Dürnkrut und Angern. Er führte die Kritik der Bevölkerung auf eine mangelhafte Wartung des Damms zurück. Von 2008 bis 2011 diente er als 2. Landtagspräsident, bevor er aus Altersgründen im April 2011 das Mandat abgab. Sein Nachfolger in dieser Funktion wurde Johann Heuras, der am 28. April 2011 ins Amt trat.
Sein Engagement für die Gemeinschaft zeigt sich auch in seiner Mitgliedschaft bei den Senioren NÖ, wo er 2012 die Leitung übernahm. Sein politisches Wirken wurde 2008 mit der Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Palterndorf-Dobermannsdorf gewürdigt, und im Jahr 2010 erhielt er das Silberne Komturkreuz des Landes NÖ. Diese Auszeichnungen sind ein Zeichen der Wertschätzung für seine jahrzehntelange Arbeit und seinen Einsatz für die Menschen in der Region.
Die Leidenschaft für das Filmemachen
Neben seiner politischen Karriere widmet sich Nowohradsky auch seiner Leidenschaft für das Filmemachen. Seine Reisen dokumentiert er in spannenden Filmen. Besonders sein Film über das Marchfeld, der bereits in 20 Gemeinden gezeigt wurde, fand viel Anklang. Derzeit arbeitet er an einem neuen Projekt, das die Highlights aller 44 Gemeinden im Bezirk vorstellen wird. Diese kreative Ader ergänzt sein politisches Wirken und zeigt seine Verbundenheit mit der Region.
Privat ist Nowohradsky verheiratet und hat zwei Kinder. Auch wenn er seine politische Karriere bald an Landtagspräsident Carlo Wilfing übergeben wird, bleibt er ein aktives Mitglied seiner Gemeinde und ein geschätzter Bürger, der sowohl politisch als auch kulturell einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Seine Biografie und sein Engagement sind ein Beispiel für die Vielseitigkeit und die Hingabe, die er in all seinen Aktivitäten zeigt.
Herbert Nowohradsky ist nicht nur ein Politiker, sondern auch ein Geschichtenerzähler, der mit seinen Filmen die Schönheit und die Herausforderungen seiner Heimat dokumentiert. Es bleibt spannend, welche neuen Perspektiven und Geschichten er mit seinem nächsten Film über die Grenzregion im Marchfeld präsentieren wird.