Gänserndorf, eine dynamische und junge Stadt im Marchfeld, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Besonders der 19. Dezember 2006 bleibt in Erinnerung, denn an diesem Tag wurde über die Nachfolge des verstorbenen Bürgermeisters Johann Karl entschieden. Der beliebte Bürgermeister, der seit 1998 im Amt war, verstarb am 8. Dezember 2006 im Alter von 51 Jahren an einem Herzinfarkt. Er war aktiv in zahlreichen SPÖ-Gremien und hinterließ eine Lücke, die schnell gefüllt werden musste. Annemarie Burghardt, die damalige Vizebürgermeisterin, galt als Favoritin für die Nachfolge und wurde am Donnerstag, nach einer parteiinternen Entscheidung als Formsache, einstimmig gewählt.
In den folgenden Jahren prägte Burghardt die Stadt mit zahlreichen Initiativen und Projekten. Sicherheit und Soziales waren vorrangige Themen während ihrer Amtszeit. So wurde ein privater Sicherheitsdienst engagiert, um dem Vandalismus entgegenzuwirken und die Parkraumüberwachung zu übernehmen. Gänserndorf setzte zudem einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft, indem 2007 die erste Stromtankstelle neben dem Rathaus eröffnet wurde. Auch die Einrichtung von betreutem Wohnen war ein bedeutender Meilenstein in ihrer Amtszeit.
Erfolgreiche Projekte und kulturelle Highlights
Burghardt selbst blickt auf erfolgreiche Aktivitäten zurück, die ihrer Amtszeit zwischen 2006 und 2010 zuzuordnen sind. Unter anderem wurde ein neuer Kindergarten am Hafergrubenweg mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Auch die Volksschule und der Hort wurden erweitert, während die beiden Hauptschulen 2008 und 2009 generalsaniert wurden. Im Jahr 2009 wurde die Sonderschule eröffnet, was für viele Familien in der Region eine wichtige Verbesserung darstellt.
Kulturelle Aktivitäten kamen ebenfalls nicht zu kurz. Die Mal- und Theaterakademie wurde ins Leben gerufen, und das Sommerszenenareal erhielt einen neuen, attraktiven Kulturhausgarten. Der Gänserndorfer Kulturfrühling feierte 2007 seine Premiere mit beeindruckenden Bildern von Laf Wurm und einer Lesung seiner Lebensgefährtin Auguste Koller – ein Event, das die kulturelle Landschaft der Stadt bereicherte.
Ein Blick in die Zukunft
Burghardts Amtszeit endete 2010, nachdem die SPÖ die Absolute verlor. Sie beschreibt die Jahre als schön, aber auch anstrengend, mit einem vollen Zeitplan. Gänserndorf, das erstmals 1115 unter dem Namen „Genstribindorf“ erwähnt wurde, hat sich seitdem zu einem wirtschaftlichen Zentrum des Marchfelds entwickelt. Die Stadt bietet nicht nur ausgezeichnete Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen, sondern auch zahlreiche Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen.
Die gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sowie die vielen Spielplätze und Möglichkeiten zum Laufen, Spazieren und Radfahren in der Natur machen Gänserndorf zu einem attraktiven Wohnort. Bekannt als „Stadt der Säulen“ mit ihren architektonisch gestalteten Säulen und dem Wappentier, der Gans, ist Gänserndorf ein Ort, der Tradition mit Moderne verbindet. Die kulturellen Events, wie die Sommerszene, haben der Stadt zu einem besonderen Namen verholfen und bieten den Bürgern ein reichhaltiges Freizeitangebot.
Für weitere Informationen über die Entwicklungen in Gänserndorf und die Rolle von Annemarie Burghardt in der Stadtgeschichte, lohnt sich ein Blick in die vollständigen Artikel auf MeinBezirk und ORF.