Heute ist der 24.02.2026 und in Gänserndorf wird der Beitrag von Frauen zur lokalen Wirtschaft immer sichtbarer. Der Weltfrauentag am 8. März wird von Andrea Prenner-Sigmund, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Gänserndorf, als wichtiger Reminder für die Wertschätzung von Gänserndorfer Unternehmerinnen betrachtet. In Niederösterreich wird knapp jedes zweite Unternehmen von einer Frau gegründet; der Frauenanteil bei Gründungen lag im Vorjahr bei 46,3 Prozent, was über dem österreichischen Schnitt von 45,7 Prozent liegt (ohne Personenbetreuer). Diese Zahlen verdeutlichen, dass Frauen nicht nur ein stabiler Bestandteil der Wirtschaft sind, sondern auch das Potenzial haben, diese weiter voranzutreiben. Prenner-Sigmund betont die Rolle von Frau in der Wirtschaft als starke Interessenvertretung für Gänserndorfer Unternehmerinnen. Das Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Unternehmerinnen ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entfalten und wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Ein wichtiger Fokus liegt auf praxisnaher Unterstützung, gezielter Weiterbildung und der Vereinbarkeit von unternehmerischer Verantwortung und Familie. Frau in der Wirtschaft Niederösterreich fordert auch die Verankerung digitaler Kompetenzen in allen Bildungsstufen, beginnend ab der ersten Volksschulklasse. Diese Forderungen sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern spiegeln auch einen breiteren Trend wider, der in der gesamten Region zu beobachten ist. So wird die Umsetzung des „Pflegezeitgeldes“ für Selbstständige gefordert, um pflegende Selbstständige finanziell abzusichern. Des Weiteren sind Anreize für längeres Arbeiten im Alter wichtig, um Unternehmerinnen dazu zu ermutigen, länger im Erwerbsleben aktiv zu bleiben.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Flexible Weiterbildungsangebote spielen eine entscheidende Rolle, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Webinare sind dabei besonders beliebt, da sie zeit- und ortsunabhängige Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Führung“, mit speziellen Programmen wie dem „Leadership Skills Lehrgang“ für weibliche Unternehmensführung. Diese Initiativen sind jedoch nicht nur auf Gänserndorf beschränkt, sondern finden auch in breiteren Zusammenhängen Beachtung. Der Female Founders Monitor 2025 zeigt, dass die Gewinnung von mehr Frauen für die Startup-Welt ebenfalls durch gezielte Bildungs- und Förderprogramme gefördert werden kann.
Die Studie identifiziert drei zentrale Handlungsfelder zur Verbesserung der Situation: Erstens, die frühe Sensibilisierung und Bildung, die weibliche Vorbilder und gezielte Förderprogramme in Schulen und Hochschulen umfasst. Zweitens, bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mittels flexiblerer Elterngeldregelungen und verbesserter Ganztagsbetreuung. Drittens, die Förderung von Diversität in Investoren-Netzwerken, um unbewusste Vorurteile abzubauen. Jennifer Eschweiler, Gründungsexpertin, hebt hervor, dass der rückläufige Frauenanteil in Startups ein wirtschaftliches Problem darstellt. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Potenziale weiblicher Gründerinnen für die deutsche und somit auch für die österreichische Wirtschaft vollständig auszuschöpfen.
Die Forderungen und Initiativen, die aus Gänserndorf und darüber hinaus kommen, sind ein starkes Signal für die Bedeutung von Frauen in der Wirtschaft. Wenn wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern, können wir nicht nur die Anzahl der Unternehmerinnen erhöhen, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und Innovationskraft leisten. Das Engagement von Frau in der Wirtschaft und die Erkenntnisse aus dem Female Founders Monitor sind dabei unverzichtbare Bausteine für die Zukunft.