Heute ist der 17.02.2026 und in Gänserndorf steht die Fastenzeit vor der Tür. Der Begriff „Diät“ stammt vom altgriechischen „diaita“ und bedeutet „Lebensführung/-weise“. Ursprünglich bezog sich dieser Begriff auf eine ganzheitliche Lebensgestaltung, nicht auf kurzfristiges Hungern. Viele verbinden Diäten heute jedoch mit schnellen Erfolgen, strengen Verboten und wenig Genuss. Diese Wahrnehmung ist problematisch, denn einseitige Diäten können zu Nährstoff- oder Energiemängeln führen und langfristig extreme Gewichtsprobleme verursachen. Nachhaltiger Erfolg erfordert vielmehr eine echte Ernährungsumstellung, ergänzt durch Bewegung, Schlaf und psychische Stabilität. Ein ausgewogenes Ernährungskonzept, wie die Mediterrane Ernährung, wird hierbei empfohlen.
Fasten kann positive Effekte auf die Gesundheit haben, sollte jedoch unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Dabei sollte der Fokus nicht auf Gewichtsreduktion liegen, sondern auf Körperreinigung und mentaler Gesundheit. Fasten regt die Autophagie an, die Selbstheilungskräfte des Körpers. Gesunder Schlaf und Essenspausen von vier bis sechs Stunden zwischen den Hauptmahlzeiten sind ebenfalls wichtig. Erfolgreiche Gewichtsreduktion ist durch ein Kaloriendefizit möglich, doch häufige Fehler sind der Verlust von Muskelmasse und zu strenge Selbstbeschränkungen, ohne eine Verbesserung des Ernährungsverhaltens.
Die Herausforderung des Jo-Jo-Effekts
Ein gravierendes Problem für viele Menschen, die Gewicht verlieren möchten, ist der Jo-Jo-Effekt. Übergewichtige Menschen scheitern oft am Gewichtsverlust, weil ihr Körper nach einer Diät schnell wieder an Gewicht zunimmt. Wenn während einer Diät dem Körper weniger Energie zugeführt wird, reagiert dieser, indem er Energie aus körpereigenen Substanzen gewinnt. Zunächst werden Kohlenhydrat- und Eiweißreserven genutzt, bevor die Fettpolster angegriffen werden. Problematisch wird es, wenn während der Diät kein Sport betrieben wird, denn der Verlust von Muskelmasse senkt den Grundumsatz, was bedeutet, dass der Körper weniger Energie verbraucht.
Nach Beendigung der Diät versucht der Körper, die verlorenen Fettdepots schnell wieder aufzufüllen. Der Energiebedarf bleibt jedoch niedrig, was oft zu einer schnellen Gewichtszunahme führt, die über das ursprüngliche Gewicht hinausgeht. Dies ist der Jo-Jo-Effekt, der nicht nur frustrierend ist, sondern auch gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Um dem entgegenzuwirken, ist eine allgemeine Lebensstiländerung erforderlich, die Bewegung, Muskelaufbautraining, psychische Gesundheit und eine ausgewogene Ernährung umfasst.
Fasten als Einladung zur inneren Freiheit
In der Fastenzeit wird der Verzicht nicht nur auf das Essen beschränkt. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um auch auf soziale Medien oder andere alltägliche Gewohnheiten zu verzichten. Die Fastenzeit sollte als Einladung zur inneren Freiheit und zur Neuausrichtung auf das Wesentliche verstanden werden. Traditionelle Säulen dieser Zeit sind Gebet, Fasten und Nächstenliebe. In Strasshof beteiligt sich die Pfarre an der diözesanen Fastenwürfel-Aktion und organisiert Suppenessen für Notleidende. Kinder sollten spielerisch lernen, was Teilen und Rücksicht bedeutet, ohne dass es als belastender Verzicht wahrgenommen wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fastenzeit eine wertvolle Gelegenheit bietet, um über unsere Lebensweise nachzudenken und positive Veränderungen anzustreben. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass diese Zeit nicht als Zwang, sondern als Chance zur Neuausrichtung gesehen werden sollte. Eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung tragen nicht nur zur Gewichtsreduktion bei, sondern auch zu einem gesünderen und glücklicheren Leben. Weitere Informationen finden Sie in den detaillierten Artikeln auf AOK und Mein Bezirk.