Am 2. März 2026 fand in Gänserndorf ein bedeutendes Bezirkstreffen unter dem Motto „Kommunale Kultur- und Bildungsarbeit“ statt. Organisiert von der Kultur.Region.Niederösterreich und dem BhW Niederösterreich, trafen sich Kulturverantwortliche sowie Bildungsgemeinderätinnen und -räte, um über die Zukunft der Kultur in der Region zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde in der einladenden Kulturbühne dakig abgehalten und bot eine hervorragende Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu pflegen.

Den Einstieg gestaltete die Geschichtenerzählerin Ursula Kiffmann, die die Anwesenden mit regionalen Sagen in die Thematik einführte. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich über die Service-Pakete der beiden Organisationen zu informieren und an verschiedenen Diskussionsrunden teilzunehmen, in denen zentrale Themen wie die Vernetzung der Vereine in den Gemeinden und die Rolle der Verantwortlichen als Anlaufstelle für Bürger, Kulturschaffende und Bildungsanbieter erörtert wurden. Ein besonderes Augenmerk galt auch der Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Gemeindearbeit, ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Kultur als Bindeglied

Birgit Schnepf, Kulturverantwortliche in Weikendorf, hob die generationenübergreifende Dimension der Traditionen hervor, während Gernot Krippel, Stadtrat für Wirtschaft und Bildung in Zistersdorf, sich als Bindeglied zwischen Vereinen und Gemeinde sieht. Martin Sommerlechner, Vorsitzender des Kulturausschusses in Groß-Enzersdorf, plädierte für Mut zur Bewegung und regelmäßige Reflexion in der Kulturarbeit. Diese Stimmen machen deutlich, wie wichtig der Austausch und die Zusammenarbeit in der Region sind, um die regionale Kultur und Erwachsenenbildung zu stärken.

Die Diskussionen während des Treffens spiegelten die Herausforderungen wider, mit denen die Gemeinden konfrontiert sind, darunter Terminabstimmungen, Sichtbarkeit von Angeboten und knappe Ressourcen. Doch es gab auch vielversprechende Ansätze, wie digitale Werkzeuge und niederschwellige persönliche Begegnungen, um neue Zielgruppen zu erreichen und regionale kulturelle „Schätze“ zu entdecken. Die Workshops thematisierten den Einsatz von digitalen Werkzeugen und deren Einfluss auf die persönliche Kommunikation, was für die zukünftige Entwicklung der Kulturarbeit von großer Bedeutung ist.

Strategien für die Zukunft

Das Ziel der Bezirkstour ist klar: Strategien zu erarbeiten, um den Wert von Regionalkultur und Erwachsenenbildung sichtbar zu machen. Die Ergebnisse sollen als Argumentationsgrundlage für den Gemeinderat dienen und die Position der Verantwortlichen stärken. Diese Treffen bauen auf einer Auftakt-Veranstaltung im Juni auf und fördern den Austausch über Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinweg. Für alle Interessierten sind bereits die nächsten Bezirkstour-Termine im Januar 2025 in Planung.

Die Bedeutung solcher Treffen kann nicht genug betont werden, denn sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Zukunft. Die Kultur- und Bildungsarbeit stellt nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Identität der Gemeinden dar, sondern auch einen Raum für Innovation und Tradition, der in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels besonders wichtig ist. Durch den Austausch und die Vernetzung wird die Grundlage für eine lebendige und zukunftsorientierte Kulturarbeit gelegt. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Artikeln von meinbezirk.at und bhw-n.eu.