Die BayernLB hat mit Claudia Süssenbacher eine erfahrene Risikomanagerin als neue Risikovorständin für das Risiko-Vorstandressort in München ausgewählt. Süssenbacher wird voraussichtlich am 1. Oktober 2023 ihren Posten antreten und bringt eine beeindruckende Karriere im Risikomanagement mit. Aktuell ist sie Risikovorständin der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und hat dort seit 2023 die Geschäftsleitung der Holding inne. Ihre Ernennung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bankenaufseher.

Die Vorgängerin von Süssenbacher, Sigrid Kozmiensky, hatte die BayernLB im Oktober 2022 nach 15 Monaten verlassen. Seitdem wird das Risiko-Vorstandressort von Gero Bergmann, dem bisherigen Immobilienvorstand, interimistisch geleitet. Claudia Süssenbacher zählt zu den 100 mächtigsten Business-Frauen in Österreich und ist nicht nur eine Spitzenkraft in der Finanzwelt, sondern auch die erste Frau und Mutter von zwei Kindern im Vorstand der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien.

Einblicke in die Karriere von Claudia Süssenbacher

Claudia Süssenbacher begann ihre Karriere 2001 bei der Creditanstalt, die später zur UniCredit Bank Austria wurde. Im Jahr 2010 wechselte sie zur Erste Bank der österreichischen Sparkassen, wo sie bis 2023 tätig war. Zuletzt war sie dort als Bereichsleiterin für Corporate Risk Management verantwortlich. Ihre umfassende Erfahrung im Risikomanagement hat ihr den Ruf einer Expertin in der Kreditwirtschaft eingebracht, was auch Wolf Schumacher, der Aufsichtsratsvorsitzende der BayernLB, positiv hervorhob.

Mit einem Doktortitel in Rechtswissenschaften ausgestattet, bringt Süssenbacher nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch eine akademische Perspektive in ihre neue Rolle ein. Diese Kombination aus praktischer Erfahrung und theoretischem Wissen könnte sich als wertvoll für die BayernLB erweisen, insbesondere in einem sich schnell verändernden Marktumfeld.

Frauen in Führungspositionen: Ein wirtschaftlicher Vorteil

Die Ernennung von Claudia Süssenbacher zur Chief Risk Officer der BayernLB ist nicht nur ein bedeutender Schritt für das Unternehmen, sondern auch ein positives Signal für die Gleichstellung der Geschlechter in der Finanzbranche. Studien, darunter eine von S&P Global Market Intelligence, zeigen, dass Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen profitabler sind und eine bessere Aktienkursentwicklung aufweisen als solche mit rein männlichen Führungsteams. Dennoch ist die Anzahl weiblicher CEOs im S&P 500 nach wie vor gering.

Anleger, die in Unternehmen investieren möchten, die Frauen fördern und Geschlechtergerechtigkeit anstreben, haben die Möglichkeit, ihr Portfolio entsprechend zu diversifizieren, sei es durch direkte Investitionen oder über spezielle ETFs und Fonds. Die Hoffnung bleibt, dass mit der Ernennung von Frauen wie Süssenbacher in Führungspositionen der Weg für weitere Frauen in der Finanzbranche geebnet wird.

Insgesamt steht die BayernLB vor einer spannenden Zeit, während sie sich auf die bevorstehenden Herausforderungen im Risikomanagement vorbereitet und gleichzeitig die vielfältige Perspektive von Claudia Süssenbacher nutzt, um ihre Ziele zu erreichen. Für weitere Informationen zu Süssenbachers Ernennung und ihrer Karriereverlauf, können Sie die vollständigen Artikel auf Trend und Börsen-Zeitung nachlesen.