In der Schweiz hat sich Mathis Orgelbau seit seiner Gründung im Jahr 1960 einen Namen gemacht. Die erste große Herausforderung war die Erweiterung der Hauptorgel von Franz Gattringer im Kloster Disentis/Mustér. Dies war der Beginn einer langen Reihe von Orgelbauprojekten, die in den folgenden Jahrzehnten in verschiedenen Städten und Regionen durchgeführt wurden. Die Entwicklung und Restaurierung von Orgeln ist eine Kunstform, die nicht nur technisches Wissen, sondern auch ein tiefes Verständnis für den Klang und die Geschichte dieser Instrumente erfordert. Im Jahr 1978 wurde die erste Mathis-Orgel in Österreich, die St. Peter und Paul in Ried im Innkreis, feierlich eingeweiht, womit der Einfluss des Unternehmens auch über die Schweizer Grenzen hinaus spürbar wurde.
Die Liste der Projekte, die Mathis Orgelbau über die Jahre realisiert hat, ist lang und beeindruckend. Von der Revision der Orgel in der Friedhofskapelle St. Katharinen in Solothurn im Jahr 1962 bis zur Restaurierung der historischen Chororgel in der Abteikirche Einsiedeln im Jahr 1985 hat das Unternehmen eine Vielzahl von bedeutenden Orgeln betreut. Die Orgeln, die unter Denkmalschutz stehen oder in denkmalgeschützten Kulturstätten zu finden sind, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Dies wird auch von der im Jahr 2019 gegründeten Gemeinschaftsstiftung Orgeln unterstützt, die sich der Förderung der Restaurierung, Erhaltung und Pflege dieser wertvollen Instrumente widmet.
Ein Meisterwerk des Handwerks
Die Orgeln, die von Mathis Orgelbau geschaffen oder restauriert wurden, zeichnen sich durch ihre Vielfalt und den einzigartigen Klang aus. Jedes Instrument ist individuell gestaltet und speziell für den jeweiligen Raum konzipiert. Diese Komplexität der Orgeln spiegelt nicht nur die handwerkliche Kunst, sondern auch die kulturelle Bedeutung wider, die Orgeln in der Liturgie und in Konzerten haben. In Deutschland beispielsweise hat der Orgelbau eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht und 170 Werkstätten mit 2.000 Orgelbauern umfasst. Die UNESCO hat 2017 den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland als Immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Mathis Orgelbau hat sich dem Ziel verschrieben, diese wertvollen Instrumente sorgfältig zu pflegen und zu restaurieren. Dabei wird darauf geachtet, dass Erneuerungen nur so viel wie nötig erfolgen, um die originale Klangkultur vergangener Epochen zu bewahren. Jede Orgel, die Mathis Orgelbau anfertigt oder restauriert, ist ein künstlerisches Glanzstück, das in Kirchenräumen für Staunen sorgt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Zukunft des Orgelbaus sieht vielversprechend aus. Die fortlaufende Unterstützung durch Stiftungen und die Wertschätzung der Öffentlichkeit für diese Kunstform sind wichtig, um das Erbe des Orgelbaus zu bewahren. Mathis Orgelbau wird auch weiterhin eine Schlüsselrolle in der Erhaltung und Restaurierung von Orgeln spielen – nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Österreich und darüber hinaus. Weitere Informationen zu den Projekten und dem Engagement von Mathis Orgelbau finden Sie auf orgel-verzeichnis.de.
Für die Erhaltung der Orgeln ist es wichtig, dass Zustiftungen willkommen sind, um den Stiftungszweck zu unterstützen. So wird sichergestellt, dass zukünftige Generationen die Möglichkeit haben, diese einzigartigen Instrumente zu erleben und zu schätzen. Denn jede Orgel erzählt ihre eigene Geschichte und trägt zur kulturellen Identität bei.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Mathis Orgelbau ein bedeutender Akteur im Bereich des Orgelbaus ist, dessen Werke nicht nur technische Meisterleistungen sind, sondern auch einen wichtigen Teil der Musikkultur darstellen. Die Orgeln stehen für eine Tradition, die es zu bewahren gilt – in Österreich, der Schweiz und darüber hinaus. Die Förderung und der Schutz dieser Instrumente sind entscheidend, um die Klangkultur der Vergangenheit lebendig zu halten. Mehr Informationen zu den Initiativen zur Erhaltung der Orgeln finden Sie im Detail auf denkmalschutz.de.





