Im Herzen von Bruck an der Leitha hat sich ein Unternehmen etabliert, das nicht nur in der Region, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus für seine Bio-Snacks bekannt ist: Landgarten. Dieses österreichische Unternehmen, gegründet im Jahr 1989, hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Bio-Snacks aus biologischen Zutaten spezialisiert. Mit einem Sortiment von über 70 verschiedenen Snackprodukten, darunter proteinreiche Mischungen, gesunde Snacks und schokolierte Leckereien, hat sich Landgarten als echter Bio-Experte einen Namen gemacht.

Das Jahr 2026 markiert ein besonderes Jubiläum für Landgarten, denn das Unternehmen hat seit 2006 bedeutende Veränderungen durchlaufen. Die Anfangsjahre von 2003 bis 2006 waren geprägt von starkem Wachstum und Innovation. Eine wichtige Etappe war der Umbau des Elternhauses der Sojabohne in der Alten Wiener Straße zu einer modernen Genussmanufaktur. Im Jahr 2016 wurde ein zweiter Standort in der Färberstraße eröffnet, der für Schokolierung und Verpackung verantwortlich ist. Nun, im Jahr 2023, liegt der Fokus auf der Erweiterung der Auswahl an Bio-Snacks und einer nachhaltigen Produktionsweise, die vom Feld bis in den Beutel reicht. Ab Februar 2024 wird die Schokolierungs-, Verpackungs- und Lagerfläche am Standort Färberstraße vergrößert. Ein zentraler Meilenstein in der Unternehmensentwicklung wird der Spatenstich für eine neue, hochmoderne Röstanlage im Dezember 2025 sein, die die Zukunft von Landgarten maßgeblich prägen wird.

Nachhaltigkeit im Fokus

Landgarten verfolgt nicht nur eine breite Produktpalette, sondern legt auch großen Wert auf nachhaltige Produktionsmethoden. Die Sojabohnen stammen aus eigenem Anbau in Österreich, und die verwendeten Verpackungen sind papierbasiert und kompostierbar. Zudem wird die Energieversorgung größtenteils durch Photovoltaik und Wärmerückgewinnung sichergestellt. Diese umweltfreundliche Ausrichtung ist Teil des Markenethos von Landgarten, das bestrebt ist, Transparenz zu schaffen und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken.

Besucher des Unternehmenssitzes in Bruck an der Leitha können nicht nur die Produkte erwerben, sondern auch an Erlebnistouren teilnehmen, die einen Blick hinter die Kulissen der Bio-Snack-Produktion ermöglichen. Dies unterstreicht die Philosophie von Landgarten, die Verbraucher aktiv in den Herstellungsprozess einzubeziehen und sie über die Vorteile von Bioprodukten aufzuklären.

Der Biomarkt im Wandel

In einem breiteren Kontext ist der Biomarkt in Deutschland, und auch in Österreich, einem ständigen Wandel unterzogen. Laut einem Interview mit Götz Rehn, dem Gründer von Alnatura, und Jörg-Andreas Krüger, dem Präsidenten des NABU, wächst der Biomarkt, aber langsamer als möglich. Der Bio-Anteil am Lebensmittelmarkt liegt bereits bei über 7%, jedoch ist der Marktanteil der Bio-Läden in den letzten Jahren von 18,5% auf knapp 13% gesunken. Dies verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist.

Der NABU unterstützt Landwirte seit über zehn Jahren bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Es wird betont, dass faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Bio- und konventioneller Landwirtschaft notwendig sind, um die Entwicklung von Bioprodukten zu fördern. In Österreich liegt der Bio-Anteil bereits bei fast 30%, was zeigt, dass eine erfolgreiche Bio-Strategie vorliegt. Dennoch bleibt die politische Unterstützung für den Ökolandbau als unzureichend und Ziele wie der 30% Bio-Anteil bis 2030 als schwer erreichbar.

Die Entwicklungen bei Landgarten sind ein Beispiel dafür, wie Unternehmen durch nachhaltige Praktiken und ein starkes Engagement für Bio-Produkte nicht nur ihren eigenen Erfolg sichern, sondern auch einen positiven Beitrag zur gesamten Branche leisten können. Landgarten zeigt, dass Bio-Snacks nicht nur gesund und lecker sind, sondern auch einen wichtigen Platz in der Zukunft der Lebensmittelproduktion einnehmen können. Weitere Informationen über Landgarten finden Sie in diesem Artikel auf MeinBezirk oder auf Kamelur.