Am 8. März ist Weltfrauentag, und in diesem Jahr stehen gleich drei beeindruckende Frauen aus dem Bezirk Bruck an der Leitha im Mittelpunkt: Isabella Voigt von der Feuerwehr Gerhaus, Nathalie Ruppitsch von der Feuerwehr Scharndorf und Alexandra Cichon von der Feuerwehr Regelsbrunn. Diese neuen Feuerwehrkommandantinnen bringen frischen Wind in die traditionell männerdominierten Reihen der Feuerwehr und zeigen, wie wichtig weibliche Perspektiven in diesem Bereich sind. MeinBezirk hat ihre Geschichten zusammengetragen und wir möchten diese anlässlich des Weltfrauentags beleuchten.

Isabella Voigt ist die neue Kommandantin der FF Gerhaus. Sie trat 1998 in die Feuerwehr ein und begann bereits mit 15 Jahren im aktiven Dienst. Mit insgesamt 83 Mitgliedern, darunter 18 Frauen, ist die FF Gerhaus eine lebendige Gemeinschaft, in der Voigt einstimmig zur Kommandantin gewählt wurde. Ihre Erfahrung als Verwaltungsmeisterin über 12 Jahre und ihre Tätigkeit im Außendienst machen sie zu einer vielseitigen Führungspersönlichkeit, die Abwechslung und Herausforderungen schätzt.

Nathalie Ruppitsch, die neue Kommandantin der FF Scharndorf, folgt den Fußstapfen ihres Opas und bringt somit eine Familientradition in die Führung. Auch sie begann mit 15 Jahren in der Feuerwehr und hat in ihrer Rolle als Verwalterin wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ruppitsch hebt den Rückhalt ihrer Kameraden hervor und betont die Bedeutung der Weiterbildung, besonders da im Januar drei junge Damen in die Feuerwehr angelobt wurden.

Die Rolle der Frauen in der Feuerwehr

Die Geschichten dieser drei Frauen sind nicht nur inspirierend, sondern stehen auch exemplarisch für den Wandel in der Feuerwehr. Frauen bringen Fähigkeiten und Perspektiven ein, die die Vielfalt und Effektivität des Teams stärken. Sie absolvieren die gleichen Ausbildungen und übernehmen die gleiche Verantwortung wie ihre männlichen Kollegen. Ihre Sensibilität und Empathie sind in vielen Situationen von Vorteil und helfen dabei, in stressigen Lagen Ruhe zu bewahren. Diese Eigenschaften machen sie zu wertvollen Mitgliedern des Teams und stärken die Verbindung zur Bevölkerung. Zudem ermutigen sichtbare Frauen in der Feuerwehr andere Frauen und Mädchen, sich nicht von Geschlechterstereotypen einschränken zu lassen. Feuerwehr Wendelstein hebt hervor, dass die Feuerwehr eine ideale Plattform für Frauen bietet, um ihre Grenzen auszutesten.

Der Kosmos Feuerwehr ist historisch und gegenwärtig stark von Männern geprägt, doch Gender-Mainstreaming steht seit 20 Jahren auf der Agenda des Deutschen Feuerwehrverbands. Der Anteil von Frauen in freiwilligen Wehren liegt derzeit bei etwas über 10,5 Prozent, aber es ist ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen. In einer Podcast-Episode über die Zukunft der Feuerwehr werden strukturelle Barrieren und die männliche Monokultur thematisiert. Frauen in der Feuerwehr knüpfen Netzwerke, übernehmen Verantwortung und zeigen, dass Feuerwehrarbeit nicht nur für starke Männer geeignet ist. Bundeszentrale für politische Bildung diskutiert, was nötig ist, um Frauen zu ermutigen und langfristig in der Feuerwehr zu halten.

Insgesamt ist es wichtig, dass Mädchen frühzeitig die Möglichkeit erhalten, sich für die Feuerwehr zu interessieren. Die Jugendfeuerwehr dient als Einstiegspunkt, an dem Mädchen wichtige Fähigkeiten wie Erste Hilfe, Brandbekämpfung und Teamarbeit erlernen können. Umso mehr ist es erforderlich, Vorurteile und Klischees abzubauen, die Frauen oft davon abhalten, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Der Bedarf an weiblicher Verstärkung für eine effektive Zukunft der Feuerwehr ist klar erkennbar, und es werden interessierte Frauen ermutigt, sich bei ihrer örtlichen Feuerwehr zu informieren.