Im Bezirk Bruck an der Leitha zeigen sich vier Gemeinden in beeindruckender ökologischer Blüte. Die Gemeinden Berg, Bruck an der Leitha, Ebergassing und Leopoldsdorf haben kürzlich den begehrten „Goldenen Igel“ für ihre naturnahe und ökologische Gestaltung öffentlicher Grünflächen erhalten. Diese Auszeichnung ist die höchste Ehrung der niederösterreichischen Umweltbewegung und wird an jene Gemeinden verliehen, die die strengen Kriterien von „Natur im Garten“ zu 100 % erfüllen. Darunter fallen der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf, wie meinbezirk.at berichtet.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner lobte die ausgezeichneten Gemeinden und betonte die Wichtigkeit der ökologischen Pflege für Lebensräume und Lebensqualität. In ganz Niederösterreich halten sich mittlerweile 498 Städte und Gemeinden an die „Natur im Garten“-Kriterien, was zeigt, dass der ökologische Gedanke in der Bevölkerung hoch im Kurs steht. Neben den genannten Gemeinden hat auch die Marktgemeinde Sierndorf den „Goldenen Igel“ errungen, was ihr Engagement in der öffentlichen Grünraumpflege und im Umweltschutz adelt. Wie auf sierndorf.at zu lesen ist, wird in Sierndorf großer Wert auf biologische Vielfalt und den Einsatz heimischer Pflanzen gelegt.

Ökologische Vorbilder

Die Auszeichnung mit dem „Goldenen Igel“ ist nicht nur eine Anerkennung, sondern auch ein Ansporn für alle Gemeinden, sich noch intensiver mit den Themen Klima, Umwelt- und Artenschutz auseinanderzusetzen. Bürgermeister Gerhard Weil von Bruck an der Leitha und Vizebürgermeister Felix Böhm heben das Verantwortungsbewusstsein der Bürger:innen und das Engagement der Gemeinden hervor. „Wir haben ein gutes Händchen für eine nachhaltige Zukunft“, so der Tenor der beiden Lokalpolitiker. Das spricht für einen starken Zusammenhalt in den Gemeinden, die sich für die Umwelt stark machen.

Insgesamt gibt es laut naturimgarten.at bereits 263 niederösterreichische Gemeinden, die ihre Grünräume ohne den Einsatz von Pestiziden pflegen. Dabei zeigt sich, dass 75 % der Bevölkerung derartige naturnah gestaltete öffentliche Grünflächen unterstützen und sich wünscht. „Natur im Garten“ verfolgt seit über 20 Jahren das Ziel, die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen voranzutreiben, damit die Menschen in gesünderen und lebenswerten Umgebungen leben können.

In einer Zeit, in der der Umweltschutz mehr denn je im Fokus steht, sind solche Vorzeigebeispiele in der Region von großer Bedeutung. Sie zeigen, dass es positive Entwicklungen in der Grünraumgestaltung gibt und der ökologischen Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen Rechnung getragen wird.