Heute ist der 15.02.2026 und wir berichten aus Baden bei Wien über die neuesten Entwicklungen in der Welt der Musik und Wissenschaft. Diese Woche standen gleich mehrere interessante Veranstaltungen und Themen im Mittelpunkt, die sowohl die Musikwissenschaft als auch die Musikethnologie betreffen.
In Wien fand im Ehrbar-Saal eine besondere Lehrveranstaltung mit dem renommierten Musikethnologen Gerhard Kubik statt, die den Titel „Africa and the Blues“ trug. Diese Veranstaltung stieß auf großes Interesse, nicht zuletzt, weil Prüfungen in mehreren Sprachen abgelegt werden konnten. Ein ORF-Filmteam, das die Veranstaltung dokumentierte, wurde humorvoll als „Außerirdische“ bezeichnet. Kubik, der bereits 1967 eine bedeutende Aufnahme aus Malawi machte, thematisierte auch den Einfluss moderner Technologien wie Fotogrammetrie und künstlicher Intelligenz auf die Musikwissenschaft.
The Sound of Music – Ein Meisterwerk der Bühnenkunst
Im Stadttheater Baden wurde am 11. Februar 2026 die Inszenierung von „The Sound of Music“ unter der Leitung des Neo-Intendanten Andreas Gergen aufgeführt. Dieses Musical, das auf dem Buch „The Story of the Trapp Family Singers“ von Maria von Trapp basiert und 1959 seine Premiere feierte, wird als wahres Meisterwerk beschrieben. Die Darsteller erhielten durchweg positive Bewertungen, allen voran Katherina Gorgi als Maria, Lukas Perman als Baron von Trapp und Maya Hakvoort als Mutter Oberin. Die Inszenierung endete mit dem berührenden Lied „Edelweiss“, das das Publikum zu Standing Ovations bewegte.
Die Handlung von „The Sound of Music“ spielt in Österreich im Jahr 1938, kurz vor dem Anschluss, und erzählt die Geschichte von Maria, die als Gouvernante für die sieben Kinder von Georg von Trapp arbeitet und eine enge Bindung zu ihnen aufbaut. Während der Proben und Aufführungen wurde auch über das Bühnenbild von Court Watson diskutiert, das in der Kritik nicht durchweg positiv bewertet wurde. Zudem gab es eine interessante Anekdote über Rudolf Sallinger, der „Edelweiss“ als mögliche Nationalhymne vorschlug.
Innovative Ansätze in der Musikethnologie
Die Veranstaltung im Ehrbar-Saal zeigt, wie lebendig und vielfältig die Musikwissenschaft und insbesondere die Musikethnologie heute sind. Diese Disziplin untersucht die kulturellen und sozialen Aspekte von Musik und Tanz weltweit und hat sich seit den Anfängen im 19. Jahrhundert stark weiterentwickelt. Der niederländische Musikethnologe Jaap Kunst, der 1950 den Begriff „ethnomusicology“ einführte, legte den Grundstein für eine Forschung, die sich nicht nur auf den Vergleich musikalischer Strukturen, sondern auch auf kulturelle Zusammenhänge konzentriert.
Die Methoden der Musikethnologie, die sich mit traditioneller Musik, Popularmusik und hybriden Musikformen beschäftigt, sind heute aktueller denn je. Der Einsatz moderner Technologien hat die Fragestellungen und Ansätze dieser Disziplin erweitert. Digitale Plattformen ermöglichen es, Musik weltweit zu teilen und zu analysieren, während gleichzeitig der kulturelle Austausch zwischen verschiedenen Gesellschaften gefördert wird.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl in der Musikwissenschaft als auch in der Musikethnologie spannende Entwicklungen stattfinden, die sowohl die akademische Forschung als auch das kulturelle Leben bereichern. Die Verknüpfung von historischem Wissen mit modernen Techniken und die Auseinandersetzung mit kulturellen Identitäten sind zentrale Themen, die in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Für weitere Informationen zu den genannten Themen besuchen Sie bitte die ursprünglichen Berichte auf onlinemerker.com, sowie die umfassende Übersicht über „The Sound of Music“ auf Wikipedia und die Grundlagen der Musikethnologie auf Wikipedia.