Am vergangenen Wochenende wurde im malerischen Raum Helenental, Bezirk Baden, ein groß angelegter Sucheinsatz gestartet. Eine Dame aus Baden war als abgängig gemeldet worden, was die Einsatzkräfte mobilisierte. Am Samstag arbeiteten Suchhundetrupps, Feuerwehr und Polizei bis in die späten Nachtstunden, um die vermisste Person zu finden. Der Einsatz war intensiv und erforderte eine Vielzahl von Ressourcen und Fachkräften.

Am Sonntagmittag mussten die Bergrettungs-Ortsstellen „Triestingtal“ und „Wienerwald Süd“ sowie die Drohnenstaffel der Bergrettung Niederösterreich/Wien nachalarmiert werden. Nach einer eingehenden Lagebesprechung wurde die Suche erneut zu Fuß, mit E-Bikes und Einsatzfahrzeugen fortgesetzt. Dabei kamen auch drei Drohnen zum Einsatz, die das unwegsame Gelände aus der Luft überprüften. Diese modernen Hilfsmittel haben sich in den letzten Jahren als wertvolle Ergänzung im Bergrettungsdienst etabliert, da sie die Suche erheblich erleichtern und beschleunigen können. Eine der Drohnen entdeckte die vermisste Person in schwer zugänglichem Gelände und unterstützte somit entscheidend bei der Bergung.

Effizienz und Sicherheit durch Drohnentechnologie

Der Einsatz von Drohnen in der Bergrettung stellt eine junge, aber äußerst effektive Ressource innerhalb des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD) dar. Drohnen finden international zunehmend Verwendung in Einsatzorganisationen und sind in der Lage, Personensuchen, Lageerkundungen und das Ausleuchten von Einsatzorten durchzuführen. Diese moderne Technologie kann nicht nur die Dauer von Einsätzen verkürzen, sondern auch Risiken minimieren und wertvolle Informationen für die Einsatzleiter liefern. Dennoch erfordert der Einsatz von Drohnen einen erhöhten Sorgfaltsmaßstab, da sie sowohl im Luftraum als auch am Boden ein Gefährdungspotential darstellen können.

Um den sicheren und effektiven Einsatz von Drohnen zu gewährleisten, bietet der ÖBRD Bundesverband österreichweit Unterstützung in den Bereichen Beschaffung, Ausbildung und Versicherung an. Seit 2019 hat eine organisationsübergreifende Arbeitsgruppe damit begonnen, sich mit den Sicherheitsaspekten und einer einheitlichen Ausbildung für die Drohnennutzung zu befassen. In den letzten Jahren haben mehrere Pilotlehrgänge stattgefunden, die sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse vermitteln, um die Einsatzkräfte optimal auf den Umgang mit Drohnen vorzubereiten.

Herausforderungen in den Alpen

Österreich ist international bekannt für seinen Alpentourismus, der jährlich tausende Menschen anzieht, die Aktivitäten wie Wandern und Skifahren genießen. Allerdings führt die hohe Anzahl an Touristen auch zu einer Zunahme von hochalpinen Rettungseinsätzen. Wanderer verirren sich im Hochgebirge und Skitourengeher geraten schnell in Lawinengebiete – Situationen, die für Bergretter oft gefährlich sind. Die Integration von Drohnentechnologie in diesen Rettungseinsätzen könnte nicht nur die Sicherheit der Retter erhöhen, sondern auch die Erfolgschancen bei der Lokalisierung von vermissten Personen verbessern.

Insgesamt zeigt der Einsatz der Drohnenstaffel bei der Bergrettung in Baden eindrucksvoll, wie innovative Technologien dazu beitragen können, Menschen in Notlagen effizienter und sicherer zu helfen. Die Fortschritte in der Ausbildung und den Einsatzmöglichkeiten sind ein positiver Schritt in Richtung einer noch effektiveren Rettungsarbeit in den herausfordernden Bedingungen der österreichischen Alpen.

Für weitere Informationen zu diesem Thema, besuchen Sie bitte die ausführlichen Berichte auf meinbezirk.at und bergrettung.at.

Zusätzliche Kontextinformationen finden Sie auch unter derStandard.at.