Die Stadtgemeinde Baden bei Wien hat sich auf eine spannende Reise begeben, um ihr UNESCO-Welterbe ins rechte Licht zu rücken. Im Rahmen einer neuen Social-Media-Reihe werden auf den Plattformen Facebook („Baden bei Wien – Unsere Stadt“) und Instagram („baden.unserestadt“) die kulturellen Schätze der Stadt präsentiert. Dieser innovative Ansatz zielt darauf ab, nicht nur die Zahlen und historischen Fakten zu beleuchten, sondern die Kulturgüter lebendig darzustellen. Geschichten, beeindruckende Bauwerke und markante Persönlichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt.

Ein besonderes Augenmerk gilt den elf Fragen zum UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“, die in monatlichen Kapiteln der Broschüre „11 Fragen zum UNESCO-Welterbe Great Spa Towns of Europe“ behandelt werden. Diese Broschüre bietet nicht nur interessante Einblicke hinter die Kulissen der Kurstadt Baden, sondern lädt auch zur Neuentdeckung von Baden und seinem Welterbe als lebendigen Teil der Stadt ein. Erhältlich ist die Broschüre in der Tourist-Info am Brusattiplatz, im Bürgerservice im Rathaus und online auf der Tourismus-Website. Weitere Informationen finden Sie in einem Artikel des Kurier.

Die Bedeutung der Kurstädte in Europa

Im Jahr 2021 wurden elf europäische Kurstädte, darunter auch Baden, in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Diese Städte sind nicht nur architektonische Meisterwerke, sondern auch Zeugen des europäischen Kurphänomens, das in der Antike begann und seine Blütezeit von 1700 bis in die 1930er Jahre hatte. Die ausgezeichneten Kurstädte wie Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen in Deutschland, sowie Spa in Belgien und Bath im Vereinigten Königreich sind bedeutende Kurbäder, die die Entwicklung des globalen Tourismus maßgeblich geprägt haben.

Die UNESCO-Nominierung dieser Städte erfolgte als „serielle Nominierung“, um die kulturelle Vielfalt und geografische Verteilung der Kurstädte zu erfassen. Bereits ab 2005 unternahmen verschiedene europäische Kurstädte Schritte, um UNESCO-Welterbe zu werden, und die positive Entscheidung über die Aufnahme fand am 24. Juli 2021 statt. Die Städte sind durch ihre spezielle Kurarchitektur und Bautypen gekennzeichnet, die einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Heilbäder bieten. Weitere Details zu dieser Entwicklung sind in einem Artikel auf Wikipedia nachzulesen.

Authentizität und Erhaltungsmaßnahmen

Die ausgezeichneten Kurstädte zeigen nicht nur außergewöhnlichen universellen Wert durch ihre authentischen Eigenschaften, sondern bewahren auch ihre ursprüngliche Form und Funktion. Die Bäderlandschaft bleibt trotz moderner Anpassungen größtenteils erhalten und wird weiterhin genutzt. Dabei sind Erhaltungsarbeiten geplant oder bereits in Arbeit, um die historische Integrität dieser bedeutenden Stätten sicherzustellen. Die Kurarchitektur, die zwischen 1700 und 1930 entstand, bleibt in Form, Design und Materialien weitgehend authentisch, was den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis ermöglicht.

Die elf Teilstätten sind herausragende Beispiele europäischer Kurstädte mit entscheidenden Merkmalen aus der Blütezeit der Heilbäder. Diese Stätten zeigen die Entwicklung des Phänomens der Heilbäder und sind sowohl kulturell als auch architektonisch von großer Bedeutung. Für weitere Informationen über die Bedeutung und die Kriterien der Kurstädte als UNESCO-Welterbe besuchen Sie die Seite der UNESCO.