Am 6. März 2026 fand in München die Fachmesse „Taste & Talk“ statt, auf der drei Betriebe aus dem Bezirk Amstetten ihre regionalen Spezialitäten präsentierten. Diese Veranstaltung war eine Plattform für 20 Partnerbetriebe der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“, die das Ziel verfolgte, hochwertige, regionale Produkte einem internationalen Fachpublikum näherzubringen und den Austausch zwischen Produzenten und Vermarktern zu fördern. Die teilnehmenden Betriebe waren die Rosenfellner Mühle aus St. Peter in der Au, der Mostsommelierbetrieb Haselberger aus St. Valentin und die Destillerie Farthofer aus Öhling.
Der niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte die hohe Qualität der Produkte aus Niederösterreich und die Bedeutung der regionalen Wertschöpfung. Dies ist besonders bemerkenswert, da Deutschland, mit 39,2 Prozent, der größte Markt für österreichische Agrarexporte darstellt. In diesem Kontext gewinnen Messen und Fachveranstaltungen außerhalb Österreichs zunehmend an Bedeutung für die Partnerbetriebe. Der Austausch mit Betrieben und Vermarktern jenseits der eigenen Landesgrenzen ist bereits erfolgreich etabliert.
Die Betriebe im Fokus
Die Rosenfellner Mühle, die seit 1931 in Familienbesitz ist, produziert hochwertige Mehle aus kontrollierten Getreidequalitäten. Die Destillerie Farthofer hat sich auf die Herstellung von Bio-Spirituosen spezialisiert und erhielt dafür internationale Auszeichnungen. Der Mostsommelierbetrieb Haselberger, der Obstprodukte anbietet, wurde 2019 bei der Falstaff Most Trophy in mehreren Kategorien ausgezeichnet.
Alle drei Betriebe unterstreichen die Wichtigkeit von Veranstaltungen wie „Taste & Talk“ für die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten und den Austausch innerhalb der Branche. In diesem Sinne ist Stöger’s Hendl als neuer Partnerbetrieb von „So schmeckt Niederösterreich“ ein weiteres Beispiel für die wachsende Gemeinschaft, die sich der Förderung regionaler Produkte verschrieben hat.
Strategien zur Förderung der Kulinarik
Das Netzwerk Kulinarik, in dem die Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ eingebettet ist, fungiert als strategische Koordinierungsplattform für die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Regionen. Die Finanzierung dieser Initiativen erfolgt durch Mittel der ländlichen Entwicklung, und die AMA-Marketing koordiniert die gesamtösterreichische Kulinarik-Strategie. Diese Strategie umfasst die Erarbeitung von Jahresarbeitsprogrammen und innovativen Konzepten, um die Sichtbarkeit und den Austausch regionaler Produkte zu fördern.
Bis 2022 wurden im Netzwerk Kulinarik bereits Maßnahmen in 14 Projekten umgesetzt, was die Relevanz dieser Initiativen unterstreicht. Die Förderung regionaler Produkte und Nachhaltigkeit steht dabei im Mittelpunkt, was nicht nur für die Betriebe selbst, sondern auch für die gesamte Region von Bedeutung ist.
Exportchancen und Herausforderungen
Die neue Agrarexportstrategie, die kürzlich in Berlin vorgestellt wurde, zielt darauf ab, die Exportförderinstrumente des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) weiterzuentwickeln. Diese Strategie eröffnet der deutschen Exportwirtschaft die Möglichkeit, in engem Dialog mit dem Ministerium neue Märkte zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Angesichts der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Handelskonflikte und steigende Kosten ist dies von entscheidender Bedeutung für die Landwirtschaft und die Ernährungswirtschaft, die zu den exportstärksten Branchen Deutschlands zählen.
Insgesamt zeigt die Teilnahme der Betriebe aus dem Bezirk Amstetten an der „Taste & Talk“-Messe, wie wichtig der Austausch und die Sichtbarkeit regionaler Produkte auf internationaler Ebene sind. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Qualität niederösterreichischer Produkte zu fördern und neue Märkte zu erschließen. Weitere Informationen über diese Initiative finden Sie in dem Artikel auf MeinBezirk.