Amstetten, die charmante Stadt im Südwesten Niederösterreichs mit rund 24.000 Einwohnern, setzt auf nachhaltige Entwicklungen in der kommunalen Infrastruktur. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Amstetten, Jürgen Hürner, unterstreicht die Bedeutung von Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und vor allem der Kommunikation mit den Bürgern. Im Herzen der Stadt wurde kürzlich der neue „Service Point“ eröffnet, der nicht nur eine Eventlocation ist, sondern auch einen Hightech-Showroom und Beratungsangebote zu nachhaltigen Produkten bietet. Dies zeigt, wie ernst es die Stadt mit der Energiewende nimmt und wie vielfältig die Angebote sind, die sie bereitstellt.
Im Service Point können interessierte Bürger:innen in vier thematische Bereiche eintauchen: Energieberatung, nachhaltige Produkte und interaktive Themeninseln laden zum Ausprobieren ein. Das Umdenken hin zu umweltfreundlichen Energiequellen spiegelt sich auch in den geplanten Projekten wider, wie der Elektrifizierung der Busflotte und der Ablösung eines dieselbetriebenen Notstromgenerators. Die Einführung von E-Bussen, die mit erneuerbarem Strom betrieben werden, verspricht nicht nur eine Reduzierung der Betriebskosten um 38%, sondern auch einen respektvollen Umgang mit der Umwelt.
Einbindung der Bürger und Experten
Die Stadt hat eine parteiübergreifende Einbindung des Gemeinderats im Entwicklungsprozess sichergestellt, um eine breite Akzeptanz und Unterstützung für die nachhaltigen Projekte zu erreichen. Die Herausforderungen bei komplexen Themen sind vielen bekannt, weshalb persönliche Gespräche weiterhin einen hohen Stellenwert haben. Hürner betont, dass der direkte Dialog das Vertrauen zwischen den Stadtwerken und den Bürger:innen stärkt und hilft, individuelle Anliegen zu klären.
In der gesamten Branche zeigt sich ein Trend zu Self-Service-Angeboten, wie Karin Hochwimmer von der Salzburg AG anmerkt. Dennoch bleibt der persönliche Kontakt unverzichtbar, besonders bei komplexen Fragen. Wien Energie setzt deshalb auf die Digitalisierung und mobile Servicestationen, um auch in hektischen Zeiten für die Kunden da zu sein. Barbara Schmidt von Oesterreichs Energie fordert seitens der Politik klare Informationen und Regulierungen, um den Kund:innen die notwendige Klarheit zu bieten.
Die Rolle der Technologie
Clever ist auch der Blick auf innovative Technologien wie intelligente Stromzähler, die eine Schlüsselrolle für die Energiewende und den flexiblen Strommarkt darstellen. In anderen Ländern wie Schweden und Dänemark sind Smart-Meter bereits flächendeckend im Einsatz, während deren Nutzung in Deutschland bislang nur bei einem Prozent der Haushalte verbreitet ist. Ab 2025 dürfen jedoch alle Haushalte in Deutschland auf diese modernen Zähler zurückgreifen. Die Einführung könnte auch in Österreich an Bedeutung gewinnen, da das Ziel ist, Verbraucher:innen in die Lage zu versetzen, durch den flexibeleren Zugang zu erneuerbaren Energien aktiv am Markt teilzunehmen und von Kostenvorteilen zu profitieren.
Durch Investitionen in die nachhaltige Infrastruktur möchten die Stadtwerke Amstetten sicherstellen, dass die erzielten Gewinne in zukünftige Projekte reinvestiert werden. Im Rahmen kommunikativer Strategien wird der Kontakt zu den Bürger:innen über lokale Zeitungen, Social Media und auch Veranstaltungen gepflegt. Die Stadt weiß, dass eine freundliche und verständliche Ansprache sowie proaktive Kommunikation den Schlüssel zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit ihren Bürger:innen bildet.
Amstetten ist somit nicht nur ein Ort der Tradition, sondern auch ein Vorreiter in der Umsetzung modernster Energiekonzepte und einer nachhaltigen Stadtentwicklung.Report und KfW berichten über diese wichtigen Schritte der Stadt in die Zukunft.