Wolfsberg trauert um einen seiner bemerkenswertesten Bürger: Mag. Engelbert Hofer, der ehemalige Stadtpfarrer, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Sein Leben war geprägt von fast 59 Jahren im priesterlichen Dienst, die er mit Hingabe und Leidenschaft erfüllte. Hofer starb versehen mit den heiligen Sakramenten, was für viele seiner Wegbegleiter und Gläubigen Trost in dieser schweren Zeit spendet. Sein Nachfolger, Stadtpfarrer Dr. Christoph Kranicki, beschreibt ihn als außergewöhnlichen Menschen und Brückenbauer, der die Gemeinschaft stets zusammengeführt hat. Informationen zur liturgischen Abschiednahme und zum Begräbnis werden in Kürze bekannt gegeben.

Gebet für Hofer: „Herr, gib Engelbert Hofer die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm. Herr, lass ihn ruhen in Frieden. Amen.“ Geboren 1943 in Obermillstatt, maturierte er 1962 am Gymnasium in Tanzenberg. Sein Theologiestudium absolvierte er in Klagenfurt, gefolgt von der Priesterweihe im Jahr 1967. Hofer war von 1968 bis 1973 Studienpräfekt im Marianum Tanzenberg, bevor er von 1973 bis 1982 als Kaplan in Wolfsberg und Gebietsjugendseelsorger für das Lavanttal tätig war. Ab 1982 übernahm er die Pfarrgemeinde in Feldkirchen und war von 2004 bis zu seinem Ruhestand im Dezember 2018 Stadtpfarrer von Wolfsberg.

Ein Engagement für die Gemeinschaft

Engelbert Hofer war nicht nur ein seelsorgerischer Führer, sondern auch ein aktiver Teil der Gemeinschaft. So war er von 2010 bis 2018 Provisor der Pfarre St. Margarethen bei Wolfsberg und von 2012 bis 2018 Dechant des Dekanats Wolfsberg. Seine Leidenschaft für das Schreiben zeigt sich in mehreren veröffentlichten Büchern, darunter „Dein Engel steht, das weißt du schon, im Himmel nah vor Gottes Thron“ (2019) und „Pilgern in Kärnten“ (2021). Letzteres wurde in einer festlichen Buchpräsentation am 25. August 2021 im Diözesanhaus in Kärnten vorgestellt, wo über 120 Gäste, darunter auch Bischof Josef Marketz, Hofers Lebenswerk würdigten. Professor Stefan Kopp bezeichnete Hofer als „unbeirrbaren Optimisten“ und „verständnisvollen Seelsorger“.

Hofer wurde auch für seinen unermüdlichen Einsatz für Flüchtlinge geehrt und erhielt 1980 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums im Jahr 2017 wurde ihm der Wappenring der Stadt Wolfsberg verliehen.

Priesterliche Ausbildung und ihr Erbe

Die katholische Priesterausbildung, zu deren zentralen Aufgaben die Sicherstellung gut ausgebildeter Priester gehört, ist besonders relevant in einer postmodernen Gesellschaft. Priester wie Engelbert Hofer sind spirituelle Führer und Quellen des Trostes für viele Gläubige. Die Ausbildung umfasst verschiedene Dimensionen, darunter menschliche, spirituelle, intellektuelle und pastorale Aspekte, um die Priester auf die Herausforderungen des Glaubenslebens vorzubereiten. Die Ausbildung ist nicht nur eine Investition in die spirituelle Zukunft der Kirche, sondern auch ein Weg, um den Glauben in Zeiten von Säkularismus und moralischem Relativismus zu bewahren und zu revitalisieren (Quelle).

Engelbert Hofers Lebenswerk und Engagement werden in Wolfsberg und darüber hinaus unvergessen bleiben. Er hat nicht nur als Priester, sondern auch als Mensch Brücken gebaut und viele Herzen berührt. Sein Andenken wird in den Gebeten und Erinnerungen der Menschen weiterleben, die er berührt hat.