Am 9. Februar 2026 verstarb die renommierte Schneidermeisterin Eva Maria Hornof, geborene Knöttner, im Alter von 89 Jahren. Ihre Lebensgeschichte ist eng mit der Stadt Wolfsberg verbunden, wo sie als ehemalige Besitzerin des Modehauses Hornof viele Jahre tätig war. Ursprünglich stammte sie aus Völkermarkt, doch durch ihre Schwiegermutter Therese Ploetz Hornof fand sie ihren Weg nach Wolfsberg. Hier heiratete sie 1960 Helmut Hornof und gemeinsam übernahmen sie die Leitung des Modehauses in der Bambergerstraße.
Eva Hornof zeichnete sich durch ihr ausgeprägtes modisches Talent und ihr „Schneiderauge“ aus. Ihre individuelle Kundenbetreuung machte sie zu einer beliebten Anlaufstelle für Modebewusste. Im Jahr 1977 erfüllte sich die Familie den Traum eines eigenen Hauses mit einem großen Garten in Wolfsberg-Reding. Dort kümmerte sie sich liebevoll um ihre Enkel und Urenkel, während sie in den letzten Jahren von ihrem Mann umsorgt wurde. Die Möglichkeit zur persönlichen Abschiednahme wird am 21. Februar ab 13 Uhr in der Zeremonienhalle der Bestattung Wolfsberg geboten, gefolgt von einer Verabschiedungsmesse um 14 Uhr.
Einblicke in die Modewelt
Das Modehaus Hornof, ein fester Bestandteil der Wolfsberger Modeszene, bot eine breite Palette an Damen- und Herrenmode an. Zu den vertretenen Marken gehörten unter anderem Basler, Joseph Ribkoff und Marcona. Diese vielfältige Auswahl machte das Haus zu einem beliebten Ziel für Modeinteressierte. Man konnte dort nicht nur Alltagskleidung, sondern auch spezielle Anlässe wie Hochzeiten oder Bälle exquisit einkleiden.
Die Schneiderkunst, wie sie Eva Hornof praktizierte, hat eine lange Tradition. Der Schneiderberuf, der im 12. Jahrhundert entstand, ist ein Handwerk, das sich mit der Verarbeitung von Textilien zu Bekleidung beschäftigt. Dabei kommen verschiedene Handwerkzeuge wie Nadel, Faden und Schere zum Einsatz. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Damenschneiderei zu einem eigenständigen Handwerk, das modellierte Kleidungsstücke mit Falten und Weite bevorzugte. Diese Entwicklung spiegelt sich in der individuellen Anfertigung wider, die Eva Hornof verkörperte.
Die Bedeutung des Schneiderhandwerks
Der Beruf des Schneiders hat im Laufe der Jahre viele Veränderungen durchlebt, nicht zuletzt durch die Industrialisierung und die Einführung der Konfektionsfertigung, die den Rückgang handwerklicher Schneiderei zur Folge hatte. Dennoch bleibt die Kunst des Maßschneiderns, die individuelle Anfertigungen nach Maß ermöglicht, von großer Bedeutung. Eva Hornof war ein Paradebeispiel für diese Tradition, die es ermöglicht, jedem Kunden ein einzigartiges Kleidungsstück zu bieten.
Ihr Erbe lebt nicht nur in den Erinnerungen ihrer Familie und Freunde weiter, sondern auch in der Modewelt von Wolfsberg. Das Modehaus Hornof bleibt ein Symbol für Eleganz und Stil, und die liebevolle Betreuung, die Eva Hornof ihren Kunden zuteilwerden ließ, wird sicherlich nicht vergessen.
Für weitere Informationen zu Mode und Schneiderkunst kann die Webseite des Modehauses Hornof besucht werden. Die Quelle über die Schneiderkunst und deren Entwicklung kann unter Wikipedia nachgelesen werden.