Am 19. Februar 2026 nahm die Stadt Wolfsberg Abschied von ihrem Stadtpfarrer i.R. Engelbert Hofer. Der beliebte Seelsorger, der über viele Jahre das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Region prägte, verstarb am 21. Februar 2026 im Alter von 83 Jahren. Sein Tod erschütterte nicht nur Wolfsberg, sondern auch die umliegende Region Feldkirchen und darüber hinaus. Hofer war für viele Menschen ein treuer Begleiter in wichtigen Lebensmomenten, geschätzt für seine tiefgehenden Predigten und seine herzliche Art, die Nähe zu den Menschen vermittelte.

Die Feierlichkeiten zu seinem Abschied wurden von einer feierlichen Messe begleitet, die von Generalvikar Dr. Johann Sedlmaier zelebriert wurde. Stadtpfarrer Dr. Christoph Kranicki hielt die Predigt, in der er Hofers Leben würdigte und das Bild des guten Hirten thematisierte. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Stjepan Molnar an der Orgel, dem Kantor Thomas Salzmann, dem Kirchenchor St. Johann, der Stadtkapelle Wolfsberg sowie dem Männergesangsverein St. Margarethen gestaltet. Kranicki erinnerte an persönliche Begegnungen mit Hofer und dessen positive Ausstrahlung.

Ein Leben im Dienst der Gemeinschaft

Engelbert Hofer wirkte zunächst neun Jahre als Kaplan in Wolfsberg, bevor er von 1982 bis 2004 Stadtpfarrer in Feldkirchen wurde. Über 59 Jahre lang war er im priesterlichen Dienst tätig, wobei er auch in Obermillstatt und als Gebietsjugendseelsorger für das Lavanttal (1973-1982) aktiv war. Sein aktiver Dienst endete erst im Dezember 2018. Hofer lebte eine Seelsorge des offenen Herzens, die Hoffnung und Vertrauen vermittelte. Seine Beisetzung fand im Priestergrab am Friedhof Obermillstatt statt.

Seine Abschiedsmöglichkeiten für Gläubige umfassten Gebetsstunden und ein Requiem, das am 22. Februar von Bischof Josef Marketz in der Pfarrkirche Obermillstatt zelebriert wurde. Viele Menschen erinnern sich an Hofers warmherzige Art und Hingabe, die auch in seinen Büchern, wie „Dein Engel steht, das weißt du schon, im Himmel nah vor Gottes Thron“ (2019) und „Pilgern in Kärnten“ (2021) zum Ausdruck kommt. Insgesamt leitete er über 300 Glaubensseminare und wurde mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich (1980) sowie dem Wappenring der Stadt Wolfsberg (2017) ausgezeichnet.

Die Rolle der Kirche in der Gemeinschaft

Die Diözese Gurk, zu der Wolfsberg gehört, bietet mit ihren 336 Pfarren eine Vielzahl an seelsorglichen, sozialen und kulturellen Angeboten. Diese umfassen die Feier kirchlicher Feste, Sakramente und persönliche seelsorgliche Begleitung. In der Diözese sind rund 10.000 Ehrenamtliche tätig, darunter 396 Laien, von denen 74% Frauen sind. Die katholische Kirche in Kärnten ist somit ein wichtiger Partner für die lokale Gemeinschaft und trägt aktiv zur sozialen und spirituellen Entwicklung bei. Bildungseinrichtungen wie die 14 katholischen Privatschulen und zahlreiche Kindergärten und sozialen Einrichtungen unterstreichen das Engagement der Kirche für die Menschen in der Region.

Der Abschied von Engelbert Hofer ist nicht nur ein Verlust für die Gemeinde, sondern auch ein Moment der Reflexion über die wertvolle Rolle, die die Kirche in der Gesellschaft spielt. In Zeiten des Wandels und der Herausforderungen bietet sie Halt, Gemeinschaft und Unterstützung für viele Menschen.

Für weitere Informationen über Engelbert Hofers Lebenswerk und die Abschiedsfeierlichkeiten können Sie die Artikel in der Katholischen Kirche Kärnten und auf Aktuelle Nachrichten nachlesen.