In der malerischen Region Südkärnten hat der Österreichische Touristenklub (ÖTK) eine wichtige Aufgabe übernommen: die Pflege und Erhaltung eines Wegenetzes von über 295 Kilometern. Dieses Netz ist nicht nur für Wanderer und Mountainbiker von Bedeutung, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil des lokalen Tourismus. Tatsächlich erkunden knapp 70 Prozent der Gäste sowie 35 Prozent der Österreicher die Natur unserer schönen Region durch Wandern. Die Bedeutung dieser Aktivitäten wird durch die Leidenschaft und das Engagement der Mitglieder des ÖTK unterstrichen, die sich für die Instandhaltung der Wege einsetzen. Der Obmann der Sektion Südkärnten, Harald Kogelnik, leitet diese Bemühungen seit 2014.

Die Finanzierung der Wegepflege erfolgt durch verschiedene Quellen, darunter Subventionen des Landes Kärnten, Mitgliedseinnahmen und Spenden. Um die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen, wurde ein Geländefahrzeug angeschafft, das es ermöglicht, lange Anstiege zu den Einsatzgebieten zu vermeiden. Die „Wegewarte“ beginnen ihre Arbeit, sobald der Schnee schmilzt. Ihre Aufgaben sind vielfältig und umfassen unter anderem die regelmäßige Kontrolle der Wege, die Dokumentation von Veränderungen, die Behebung von Wegschäden und Hindernissen sowie die Erneuerung von Wegmarkierungen. Damit tragen sie entscheidend zur Sicherheit und Pflege der Wanderwege bei.

Die Rolle der Ehrenamtlichen

Die Tätigkeiten der „Wegewarte“ sind unverzichtbar, jedoch ist der Verein ständig auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die Pflege und Erhaltung der Wanderwege unterstützen. Diese ehrenamtlichen Helfer sind nicht nur eine wertvolle Ressource, sondern auch ein Zeichen für das Engagement der Gemeinschaft für die Natur und deren Erhalt. Der Aufwand, der in die Pflege des Wegenetzes fließt, ist enorm und wird durch die ehrenamtliche Arbeit vieler Menschen getragen.

Der ÖTK ist nicht allein in seinen Bemühungen. Das Hütten- und Wegenetz der Alpenvereine spielt eine zentrale Rolle im Bergsport und Sommertourismus in den Alpen. Gut erhaltene und markierte Wege erhöhen nicht nur die Sicherheit der Bergsteigenden, sondern verringern auch die Notwendigkeit von Bergrettungseinsätzen. In der gesamten Region sind die Wege in 446 Arbeitsgebiete unterteilt, wobei die Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV) 189 dieser Gebiete betreuen. Das gesamte Netz umfasst etwa 30.000 Kilometer Bergwege und alpine Steige, die alle regelmäßig gewartet werden müssen.

Investitionen in die Sicherheit

Die Aufgaben der Alpenvereine sind ähnlich wie die des ÖTK: Markierung, Beschilderung und Reparatur der Wege sowie die Kontrolle und Erneuerung von Drahtseilversicherungen sind nur einige der Bereiche, in denen Ehrenamtliche aktiv sind. Jährlich fließen rund eine Million Euro in das Wegenetz des DAV, was zeigt, wie wichtig die Instandhaltung der Wege für den Tourismus und die Sicherheit ist. Darüber hinaus erhalten die Vereine finanzielle Unterstützung von verschiedenen Institutionen, darunter der Freistaat Bayern und die österreichischen Bundesländer Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

Die Pflege und Erhaltung der Wanderwege ist somit nicht nur eine lokale Aufgabe, sondern Teil eines größeren Netzwerks, das sich über die Alpen erstreckt. Diese Initiative ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Gemeinschaften zusammenarbeiten können, um natürliche Ressourcen zu schützen und gleichzeitig den Menschen Zugang zu diesen wunderbaren Landschaften zu ermöglichen. Für weitere Informationen über die Bergwege und die digitale Wegedatenbank Contwise Infra können Interessierte die Webseite des DAV besuchen.