Heute ist der 28.02.2026 und wir werfen einen Blick auf die innovative Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Gemeinden des Bezirks Völkermarkt. Vier Gemeinden haben bereits KI-gestützte Gemeinde-Assistenten eingeführt, die Bürgeranfragen schnell beantworten und Informationen in über 100 Sprachen bereitstellen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Mitarbeiter durch eine Reduktion der Anrufe zu entlasten und zugleich den Bürgerservice zu verbessern. Das Projekt wird von der Klagenfurter Firma „Webwerk Online-Solutions GmbH“ betreut, welche die technischen Lösungen bereitstellt und implementiert. Die positiven Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger belegen die Wirksamkeit dieser Technologie, und es wird bereits eine Ausweitung des Projekts auf weitere Gemeinden in Kärnten erwartet. Mehr Details sind in einem Artikel der Kleinen Zeitung zu finden.

Die Einführung solcher digitalen Assistenten ist jedoch nicht nur eine lokale Angelegenheit. Der Deutsche Landkreistag hat eine Handreichung mit dem Titel „KI & Automatisierung in Landkreisen“ veröffentlicht, die einen strategischen Orientierungsrahmen für den Einsatz von KI in der Kommunalverwaltung bietet. Diese Handreichung dient Landkreisen als praktische Hilfe, um die Potenziale der Künstlichen Intelligenz zu bewerten und dabei rechtliche, organisatorische sowie kulturelle Herausforderungen zu berücksichtigen. Ziel ist, den Bürgerservice weiter zu verbessern, die Beschäftigten zu entlasten und die Verfahrensqualität durch KI-Technologien insgesamt zu steigern.

Vorteile und Anwendungsfelder von KI

Zu den wesentlichen Anwendungsfeldern von KI in der kommunalen Verwaltung gehören digitale Assistenten, die häufige Bürgeranfragen automatisiert bearbeiten können, sowie der Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) zur Vereinfachung interner Prozesse. Auch Übersetzungs- und Sprachmodelle helfen, die Kommunikation barrierefreier zu gestalten. Zudem wird generative KI für die Erstellung von Texten und die Analyse von Daten eingesetzt, was die Effizienz in vielen Bereichen steigert.

Allerdings ist der Einsatz von KI nicht ohne Herausforderungen. Die Handreichung betont die Notwendigkeit eines Change- und Akzeptanzmanagements, um die Beschäftigten im digitalen Wandel mitzunehmen. Darüber hinaus sind ein kompetenter Aufbau, leistungsfähige technische Infrastrukturen und ein systematisches Datenmanagement unerlässlich für eine nachhaltige Nutzung von KI. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sowie die Sicherung des menschlichen Letztentscheidungsrechts sind ebenfalls von großer Bedeutung.

Rechtliche Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven

Der rechtliche Rahmen für den Einsatz von KI in der Kommunalverwaltung wird durch die Verordnung (EU) über Künstliche Intelligenz sowie durch Regelungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes und Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung geprägt. Diese rechtlichen Aspekte müssen von den Kommunen berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass der Einsatz von KI den rechtlichen Anforderungen entspricht und gleichzeitig den Bürgern zugutekommt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einsatz von KI in der Kommunalverwaltung ein langfristiger Prozess ist, der strategisches Denken und interdisziplinäres Arbeiten erfordert. Die Landkreise haben die Möglichkeit, die Chancen der Technologie verantwortungsvoll zu nutzen und Risiken zu minimieren. Dadurch können sie aktiv am digitalen Wandel teilnehmen und den Bürgerservice nachhaltig verbessern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Handreichung des Deutschen Landkreistages.