Heute ist der 20.02.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation der Insolvenzen im Bezirk Völkermarkt. Im Jahr 2025 meldeten insgesamt 15 Unternehmen im Bezirk Insolvenz an, was einem Rückgang von 29 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht, als 21 Insolvenzen verzeichnet wurden. Die Passiva der insolventen Firmen sanken auf 6 Millionen Euro, und die Zahl der Insolvenzeröffnungen ging um zwei Fälle zurück. Unter den drei größten Pleiten, die den Bezirk betrafen, finden sich die KSBetriebs GmbH, die TWOOD Handels GmbH und die TB TreuBau GmbH. Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zurückgeht, sank die Zahl der Privatkonkurse im Bezirk Völkermarkt um 20 Prozent auf 35 Fälle. Dies steht im Gegensatz zu einem Anstieg der Privatkonkurse um 2,8 Prozent in ganz Kärnten, wobei mehrere wirtschaftliche Faktoren, wie Inflation und Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Lage beeinflussen.[Quelle]

Im ersten Halbjahr 2025 wurden im Bezirk Völkermarkt insgesamt 5 Insolvenzverfahren eröffnet, davon 3 Konkursverfahren sowie je 1 Sanierungsverfahren mit und ohne Eigenverwaltung. Dies bedeutet einen ähnlichen Rückgang von rund 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die vorläufigen Passiva belaufen sich auf 2,46 Millionen Euro. Auffällig ist, dass im Vergleich zu Kärnten insgesamt, wo die Unternehmensinsolvenzen um 5,6 Prozent gestiegen sind, der Bezirk Völkermarkt entgegen dem Trend eine Abnahme verzeichnet. Zudem wurden im ersten Halbjahr 18 Privatinsolvenzverfahren eröffnet, was einem Rückgang von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies zeigt, dass der Bezirk deutlich über dem Kärntner Landestrend liegt, der bei einem Minus von 6,6 Prozent liegt. Trotz eines leichten Anstiegs des privaten Konsums bleibt die finanzielle Lage der privaten Haushalte angespannt.[Quelle]

Prognosen und Entwicklungen

Ein Ausblick auf das zweite Halbjahr 2025 zeigt, dass 14 Prozent der Kärntner Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage rechnen, während der österreichische Schnitt bei 20 Prozent liegt. Mag. Brigitte Peißl-Schickmair, die Leiterin des KSV1870-Standorts Klagenfurt, äußerte, dass keine Trendwende zu erwarten sei und die aktuelle Entwicklung bis zum Jahresende anhalten könnte. Die Prognose für die weitere Entwicklung der Privatinsolvenzen bleibt zurückhaltend, und eine spürbare Verbesserung im Jahr 2025 ist derzeit nicht absehbar. Unklar bleibt, ob eine mögliche Verschlechterung der Arbeitsmarktlage zu einem Anstieg der Privatinsolvenzen führen wird, da eine stabile Erwerbstätigkeit Voraussetzung für eine geordnete Entschuldung und Rückzahlung an Gläubiger ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Insolvenzen im Bezirk Völkermarkt zwar rückläufig sind, die wirtschaftliche Situation jedoch von Unsicherheiten geprägt bleibt. Während Unternehmen und Haushalte versuchen, sich anzupassen und ihre Finanzen zu ordnen, bleibt die Herausforderung, die Stabilität aufrechtzuerhalten und eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu vermeiden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage im Laufe des Jahres entwickeln wird und ob die positiven Tendenzen anhalten können.