Im Bezirk Völkermarkt kam es am Dienstag, den 4. März 2026, zu einem bedauerlichen Forstunfall. Ein 27-jähriger Mann aus der Region verletzte sich bei Holzschlägerungsarbeiten in Nageltschach. Der Unfall ereignete sich gegen 16:40 Uhr, als der Mann dabei war, eine trockene Kiefer zu fällen. Um den Baum zu sichern, wurde eine Seilwinde eingesetzt. Leider brach der Baum aufgrund der Seilspannung und fiel in Richtung des Mannes, der am Kopf getroffen wurde und unbestimmten Grades verletzt wurde. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort wurde er mit dem Rettungshubschrauber C11 ins Klinikum Klagenfurt geflogen. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in dem Artikel auf MeinBezirk.

Solche Unfälle sind leider keine Seltenheit. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich erst kürzlich am 13. Februar 2026 im Gemeindegebiet von Reifnitz im Bezirk Klagenfurt-Land. Dort wurden zwei rumänische Staatsbürger, 35 und 46 Jahre alt, bei Holzschlägerungsarbeiten von einem fallenden Baum getroffen. Der 46-Jährige begab sich in den Gefahrenbereich und wurde im Kopfbereich getroffen, wodurch er tödliche Verletzungen erlitt. Dieser tragische Vorfall erforderte den Einsatz von Polizei, Notarzthubschraubern und verschiedenen Freiwilligen Feuerwehren, insgesamt waren 28 Einsatzkräfte sowie die Bergrettung Klagenfurt vor Ort. Weitere Details sind in einem Bericht auf Mein Klagenfurt zu finden.

Unfallstatistiken und Sicherheitsmaßnahmen

Die jüngsten Vorfälle werfen ein Licht auf die Sicherheitslage bei Holzarbeiten. Laut der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) stiegen im Jahr 2022 die Unfallzahlen in der Waldarbeit leicht an. Dies ist nach fünf Jahren mit sinkenden Zahlen ein besorgniserregender Trend. Insgesamt wurden 4.302 Arbeitsunfälle im Forst gemeldet, was einem Anstieg von 6,3 Prozent im Vergleich zu 2021 entspricht. Besonders auffällig ist, dass 33 Personen bei der Waldarbeit ihr Leben verloren, wobei 24 dieser tödlichen Unfälle auf Baumteile zurückzuführen sind.

Ein Grund für die Zunahme der Unfälle könnte die verstärkte Brennholzaufarbeitung sein, die zu Beginn des Jahres beobachtet wurde. Die SVLFG berichtet von einem Anstieg der Unfälle bei der Holzaufarbeitung um 26 Prozent, was teilweise auf die gestiegenen Energiekosten zurückzuführen ist. In Anbetracht dieser Zahlen ist es essenziell, dass Forstarbeiter gut geschult sind und Sicherheitsmaßnahmen ernst nehmen. Die SVLFG bietet daher informative Broschüren zur sicheren Waldarbeit an und fördert Fortbildungsmaßnahmen für Versicherte. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website der SVLFG unter SVLFG.