Die Drogenkriminalität in Kärnten hat in den letzten Jahren alarmierende Ausmaße angenommen. Am 20. Februar informierte die Landespolizeidirektion über die Aufdeckung eines umfangreichen Suchtmittelhandels in Kärnten. Die Ermittlungen, die von den Bezirkspolizeikommandos Völkermarkt und Klagenfurt in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt durchgeführt wurden, richteten sich vor allem gegen einen 29-jährigen Mann aus dem Bezirk Völkermarkt. Dieser soll seit Anfang 2025 Drogen gekauft und gewinnbringend weiterverkauft haben. Er bezog die Suchtmittel von mehreren Lieferanten aus Klagenfurt, Klagenfurt-Land, Graz und Völkermarkt und verkaufte die Drogen an 29 Abnehmer in Klagenfurt und Völkermarkt, die bereits von der Polizei ausgeforscht wurden. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden auch mehrere Drogendealer festgenommen.

Der 29-Jährige wurde schließlich am 4. Dezember 2025 in Klagenfurt während eines laufenden Drogenkaufs auf frischer Tat ertappt. Zeitgleich fanden weitere Festnahmen statt, darunter zwei mutmaßliche Lieferanten, die ebenfalls in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert wurden. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ordnete an, dass der 29-Jährige auf freiem Fuß angezeigt werden sollte. Weitere Details zu dieser Drogenrazzia finden Sie in der Berichterstattung von 5min.at.

Drogenring in Kärnten zerschlagen

Die Polizei hat am 5. Februar 2025 einen weiteren Drogenring in Kärnten zerschlagen. Vier Tatverdächtige – darunter ein 69-jähriger slowenischer Staatsbürger und zwei österreichische Männer im Alter von 40 und 64 Jahren sowie ein 44-jähriger bosnischer Staatsbürger, wohnhaft in Klagenfurt – wurden festgenommen. Bei dieser Aktion wurden 220 Gramm Heroin und rund 40 Gramm Kokain sichergestellt. Die Ermittlungen zeigen, dass der Verdächtige über Jahre hinweg Drogen aus Slowenien nach Kärnten geschmuggelt hat, wo diese an Subdealer im Großraum Klagenfurt weiterverkauft wurden. In der Zeit zwischen 2022 und Anfang 2025 wurden insgesamt 7,3 Kilogramm Heroin, 2,4 Kilogramm Kokain und 620 Gramm Cannabiskraut geschmuggelt.

Die Ermittlungen führten zu 40 ausgeforschten und angezeigten Abnehmern. Der Umsatz des Drogenhandelsnetzwerks beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro. Alle vier Hauptverdächtigen befinden sich mittlerweile in Haft, wie in der Berichterstattung von Krone.at erwähnt. Diese Entwicklungen sind Ausdruck eines besorgniserregenden Trends in der Region.

Ein besorgniserregender Trend

Der Anstieg der Drogenkriminalität ist nicht nur ein lokales Problem, sondern spiegelt sich in den nationalen Statistiken wider. Laut dem Suchtmittelbericht 2024 des Bundesministeriums für Inneres stieg die Zahl der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz in Österreich um 1.865 auf insgesamt 37.310. Diese Zunahme lässt sich teilweise durch vermehrte Polizeikontrollen und abgeschlossene Ermittlungsfälle erklären. Insbesondere der Konsum von Methamphetamin in Wien nahm 2024 um fast 40 % zu. Der geschätzte jährliche Drogenumsatz in Österreich liegt mittlerweile über einer Milliarde Euro, was die Dimension des Problems unterstreicht.

Die Dunkelziffer beim Konsum illegaler Suchtmittel ist hoch, was auch durch Abwasseranalysen belegt wird. Cannabis bleibt die am weitesten verbreitete illegale Substanz in Österreich, gefolgt von Heroin und Kokain. Der Rückgang der Heroinmenge auf Anbauflächen in Afghanistan sowie der steigende Konsum von Kokain sind alarmierende Trends, die die Ermittlungsbehörden vor enorme Herausforderungen stellen. Insgesamt sind die Entwicklungen in Kärnten Teil eines größeren Problems, das die Gesellschaft betrifft und dringende Maßnahmen erfordert.

Für weitere Informationen und Details zu den Drogenstatistiken in Österreich besuchen Sie bitte die Webseite des Bundesministeriums für Inneres.