In den letzten Jahren hat die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung enorm an Bedeutung gewonnen. Ein bemerkenswertes Beispiel findet sich im Bezirk Völkermarkt, wo vier Gemeinden – Gallizien, Feistritz ob Bleiburg, Völkermarkt und Ruden – den Schritt in die Zukunft gewagt haben. Diese Gemeinden haben einen KI-gestützten „Lösungshelfer“ auf ihren Homepages eingeführt, der rund um die Uhr bereitsteht, um Bürgerfragen zu beantworten. Täglich gehen etwa zehn Anfragen an das KI-Tool ein, das nicht nur leicht verständliche Antworten liefert, sondern auch direkt auf die passenden Webseiten verweist. Laut Robert Drobesch, Sachbearbeiter in Gallizien, erfreut sich die Neuerung eines positiven Feedbacks von den Gemeindebürgern.
Ein weiterer Vorteil dieses KI-Tools ist die Entlastung der Telefonzentrale und des Bürgerservicebüros. Besonders bei Fragen zu Gebühren und Abgaben zeigt sich die Nützlichkeit des Systems. Das KI-Tool steht in über 100 Sprachen zur Verfügung, was den Zugang für internationale Mitbürger und Gäste erleichtert. Zudem befindet es sich in einem fortlaufenden Lernprozess, sodass es sich mit jeder neuen Frage verbessert. Das Interesse an der Digitalisierung wächst, und auch andere Gemeinden sehen die Vorteile in der Implementierung solcher Lösungen, um effizienter und bürgernäher zu arbeiten. Für mehr Informationen zu diesen Entwicklungen in Völkermarkt, besuchen Sie die Quelle.
FAIR-Prinzipien in der Verwaltung
Die Einführung solcher KI-gestützten Systeme in der öffentlichen Verwaltung orientiert sich nicht nur an praktischen Bedürfnissen, sondern auch an den FAIR-Prinzipien, die für die effiziente Nutzung von Daten entscheidend sind. Diese Prinzipien stehen für Findability (auffindbar), Accessibility (zugänglich), Interoperability (verknüpfbar) und Reusability (wiederverwendbar). Das Ziel dieser Prinzipien ist es, sicherzustellen, dass Daten für Menschen und Maschinen lesbar und nutzbar sind. Eine systematische Erschließung und standardisierte Bereitstellung von Daten ermöglicht einen effizienten Austausch zwischen Behörden, Plattformen oder Anwendungen und ist die Grundlage für skalierbare KI-Projekte.
Die öffentliche Verwaltung fungiert als wichtige Datenproduzentin. Bei Verwaltungsverfahren entstehen strukturierte Informationen, die für KI-gestützte Automatisierungen, Analysen und Prognosen wertvoll sind. Um das Potenzial dieser Daten zu heben, sind jedoch einige Maßnahmen erforderlich: Dazu gehört die systematische Erfassung strukturierter Daten, die Schaffung einheitlicher Schnittstellen und Datenmodelle sowie der politische Wille, die Verwaltung als Wissensakteurin zu begreifen. Ziel ist es, Informationen gezielt zu erfassen, zugänglich zu machen und sinnvoll aufzubereiten, um leistungsfähige und vertrauenswürdige KI in der öffentlichen Verwaltung zu fördern. Weitere Informationen zu diesen Aspekten finden Sie in der Quelle.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklungen in Völkermarkt sind nicht nur ein lokales Phänomen, sondern spiegeln einen allgemeinen Trend wider, der in vielen Teilen der Welt zu beobachten ist. Die Digitalisierung der Verwaltung bietet nicht nur Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Behörden selbst. Durch den Einsatz von KI-Technologien können Prozesse optimiert und Ressourcen effizienter genutzt werden. Die fortschreitende Digitalisierung könnte dazu beitragen, dass die Verwaltung transparenter, bürgernäher und letztlich auch effektiver werden kann.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Technologien weiterentwickeln und welche weiteren Gemeinden dem Beispiel von Völkermarkt folgen werden. Die Kombination aus moderner Technologie und einer proaktiven Herangehensweise an die Bedürfnisse der Bevölkerung könnte die Verwaltung von morgen grundlegend verändern. In diesem Sinne eröffnet die Digitalisierung nicht nur neue Möglichkeiten, sondern fordert auch eine Neuausrichtung im Denken der Verwaltung.