Heute ist der 9.04.2026 und die Lage auf der Taborhöhe bei Villach bleibt angespannt. Seit den frühen Morgenstunden kämpfen 120 Einsatzkräfte der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren gegen einen Waldbrand, der am Dienstagnachmittag ausbrach. Pressesprecher Thomas Warmuth vom Bezirksfeuerwehrkommando Villach-Land meldet, dass ein „Brand aus“ noch nicht gegeben werden kann. Trotz der intensiven Löscharbeiten sind die Glutnester nach wie vor eine große Herausforderung.
Die Feuerwehr wird bei ihren Bemühungen von einem Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres unterstützt, während mehrere Tanklöschfahrzeuge Wasser auf den Bergkamm transportieren. Aufgrund des steilen und unwegsamen Geländes wurde auch die Bergrettung hinzugezogen. Ein besonderer Schwerpunkt der Hauptarbeit liegt darin, den Waldboden in den Brandabschnitten händisch umzugraben, um die Glutnester abzulöschen. Aktuell sind noch 60 Feuerwehrleute im Einsatz, die weiterhin den Brandherd bekämpfen. Um die Bodenkräfte nicht durch den Abwurf von Löschwasser zu gefährden, wurde der Flugverkehr eingestellt. Außerdem wurde eine Sprinkleranlage in Stellung gebracht, um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Während der Nachtzeit werden Kontrollgänge und Drohnenflüge durchgeführt, um die Situation im Blick zu behalten. Weitere Informationen zu den Einsätzen und dem aktuellen Stand der Löscharbeiten können auf 5min.at nachgelesen werden.
Herausforderungen bei der Brandbekämpfung
Die Bekämpfung von Waldbränden ist eine komplexe Angelegenheit, die oft mehrere Tage in Anspruch nimmt, besonders in unwegsamem Gelände. Dies wurde auch im vergangenen Jahr deutlich, als auf dem Hegenscheid eine Fläche von etwa 140.000 Quadratmetern brannte, was der Größe von 19 Fußballfeldern entspricht. Die Feuerwehr wusste vor dem Einsatz nicht, welche Bäume und Wege sie erwarten würden und wie die Löschwasserversorgung vor Ort war. Diese Ungewissheiten machen die Löscharbeiten besonders herausfordernd.
Auf die Wichtigkeit einer guten Löschwasserversorgung weist Karsten Runte, stellvertretender Kreisbrandmeister, hin. Er empfiehlt den Einsatz von Löschwassertanks mit einem Volumen von 30 Kubikmetern für erste Löschangriffe. Auch die Bereitstellung von Waldwege-Daten durch das Regionalforstamt ist entscheidend, um den Einsatzkräften die Anfahrt zu erleichtern. Die Feuerwehr muss abgelöschte Areale länger beobachten, da der Waldboden Tage später wieder in Flammen aufgehen kann, was auf unterschiedliche Humusschichten zurückzuführen ist. Dies ist ein bekanntes Problem, das auch in der Fachberatung zur Waldbrandbekämpfung, die von Miriam Franzke, der neuen Försterin im Revier Kierspe-Rönsahl und Halver, übernommen wurde, behandelt wird. Weitere Informationen dazu können auf come-on.de nachgelesen werden.
Prävention und Bürgerbeteiligung
Um zukünftigen Bränden vorzubeugen, können Bürger aktiv zur Brandverhütung beitragen, indem sie nicht rauchen oder grillen und auf entsprechende Hinweise im Wald achten. Spaziergänger sollten den Wald verlassen, wenn die Feuerwehr dort löscht, und Pylonen nicht bewegen, da sie als Orientierungshilfe dienen. Das Regionalforstamt hat die Kontaktdaten aller Waldbesitzer und gibt Empfehlungen zur Pflege der Waldwege, um für ausreichend Licht zu sorgen und so das Risiko eines Brandes zu minimieren.
Die aktuellen Ereignisse auf der Taborhöhe unterstreichen die Notwendigkeit, sowohl die Brandbekämpfung als auch die Präventionsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern. Technische Errungenschaften wie Drohnen und geländegängige Fahrzeuge können dabei helfen, die Effizienz der Waldbrandbekämpfung zu erhöhen. Es bleibt zu hoffen, dass die Feuerwehr bald den „Brand aus“ melden kann und die Lage unter Kontrolle gebracht wird.