Am 27. Februar 2026 fand in Villach eine ganz besondere Premierenfahrt statt. Die Westbahn feierte den Start ihrer neuen Verbindung auf der Südstrecke mit einer Fahrt von Wien nach Villach. Unter dem Motto „Kunst und Kultur auf Schiene in Kärnten/Koroška“ wurde eine dreieinhalbstündige Reise organisiert, die nicht nur die moderne Mobilität in den Vordergrund stellte, sondern auch die kulturelle Vielfalt Kärntens priesen wollte. Der Zug, ein neuer Hochgeschwindigkeitszug des Typs „SMILE“ von Stadler, war mit attraktiven Kultursujets foliert, die verschiedene kulturelle Einrichtungen in Kärnten präsentierten. Dies war ein wahrhaft kultureller Festtag, verstärkt durch ein abwechslungsreiches Bordprogramm von Kärntner Künstler:innen.
Die Programmkoordination lag in den Händen von Nadja Kayali (Carinthischer Sommer), Florian Eisner (Ensemble Porcia), Andreas Ickelsheimer (Heunburg Theater) und Arthur Ottowitz (Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk). Bei der Ankunft in Villach begrüßte Bürgermeister Günther Albel rund 200 Gäste mit Musik und traditionellen Kärntner Schmankerln. Er hob die Rolle Villachs als Verkehrsknotenpunkt hervor und betonte die Verbesserung des Angebots durch den Koralmtunnel und die Westbahn. Der Festakt in Villach wurde von musikalischen Beiträgen verschiedener Kapellen und Künstler:innen, darunter die Stadtkapelle des Eisenbahnmusikvereins und die Jauntaler Trachtenkapelle, untermalt.
Künstlerische Darbietungen und Bordprogramm
Die Fahrt bot eine Vielzahl an künstlerischen Darbietungen. Neun Künstlergruppen bespielten während der Reise neun Waggons, was für eine beeindruckende Vielfalt sorgte. Von Schauspiel und bildender Kunst bis hin zu zeitgenössischer Musik und Tanz waren alle Facetten der Kunst vertreten. Highlights waren unter anderem das Werner Berg Museum und das Heunburg Theater, die Schauspiel und bildende Kunst in einem Biodram präsentierten. Musikalische Beiträge kamen unter anderem vom Ensemble Porcia, das mit „Der Bundesbahnblues“ für Aufsehen sorgte, und dem Hillibilli Trio, welches dreistimmigen Gesang und Lieder der englischsprachigen Literatur bot.
Zusätzlich gab es Auftritte von Lojze Wieser & Barbara Maier, die Literatur im Zug präsentierten, sowie von Quintett Petzen, das Kärntner Liedgut in deutscher und slowenischer Sprache zum Besten gab. Auch die Tanzperformance von WoMen Art und die Malerei von Johann Julian Taupe, dessen Schaffensprozess filmisch dokumentiert wurde, fügten sich harmonisch in das kulturelle Gesamtbild ein. Das Kreativ-Team sorgte dafür, dass die Verbindung von moderner Mobilität und Kärntner Kulturlandschaft lebendig und erlebbar wurde.
Eine neue Ära für Kärnten
Die Westbahn hat mit dieser neuen Verbindung nicht nur die Mobilität in Kärnten verbessert, sondern auch einen bedeutenden Schritt in Richtung einer kulturell reichhaltigen Erlebnisreise unternommen. Landeshauptmann Peter Kaiser lobte die neue Verbindung als Chance für Kärnten, während Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig die Anbindung an Wien und Graz als wesentlichen Vorteil hervorhob. Geschäftsführer Marco Ramsbacher von der Westbahn betonte, dass das Unternehmen auf Qualität setzt und nicht nur schnell, sondern auch besser unterwegs sein möchte. Die Westbahn hebt die kulturelle Identität Kärntens hervor und bietet den Reisenden die Möglichkeit, diese während ihrer Reise zu erleben.
Für weitere Informationen zur Premierenfahrt der Westbahn und den kulturellen Angeboten in Kärnten besuchen Sie bitte die Seiten Villach, Westbahn und Lok Report.