Die Reise mit dem Optima Express von Villach in Österreich nach Edirne in der Türkei ist mehr als nur ein Transportmittel – sie ist ein Erlebnis, das die Herzen der Reisenden höher schlagen lässt. Mit mehr als 1.600 Kilometern und einer Reisezeit von über 35 Stunden, die sich über zwei Nächte erstreckt, wird dieser Zug nicht nur von Touristen, sondern vor allem von ehemaligen Gastarbeitern und Stammgästen genutzt, die oft nostalgische Erinnerungen an die Route haben. Der Optima Express fährt durch die beeindruckenden Landschaften des Balkans und bietet den Passagieren die Möglichkeit, die Schönheit der Natur und die Vielfalt der Kulturen zu erleben. Quelle.

Die ersten Schritte auf dieser Reise beginnen in Villach, wo die Reisenden am Abend gegen 19:20 Uhr zur Abfahrt am Autoreisezug stationieren. Nach einem zügigen Check-in und einer pünktlichen Abfahrt um 21:32 Uhr geht es los. Der Zug besteht aus 24 Wagen, darunter fünf Liegewagen, und die Passagiere können sich auf eine entspannte Atmosphäre freuen, in der sich die Abteile schnell in Wohnzimmer mit türkischen Gesängen und neuen Freundschaften verwandeln. Neben köstlichem Essen im Restaurantwagen, wie Whisky zum Abendessen, erleben die Reisenden auch die beeindruckende Natur, angefangen von Bärenwäldern bis hin zu Dörfern, in denen Störche nisten. Quelle.

Durch die Balkanlandschaften

Am zweiten Tag der Reise führt die Route durch Serbien. Die Reisenden wachen in der Nähe von Vincovci, Kroatien, auf und genießen ein Frühstück im Restaurantwagen. Nach mehreren Grenzkontrollen, die für Verzögerungen sorgen, geht die Fahrt weiter durch die lebendige Stadt Belgrad. Hier lässt sich die Geschichte des Landes am besten am Flussufer erleben. Während der Fahrt durch die atemberaubende Sićevo-Schlucht wird die Schönheit der Balkans sichtbar. Weiter geht es in Richtung bulgarische Grenze, wo das Abenteuer durch unerwartete Verzögerungen, bedingt durch technische Probleme, noch charmant bereichert wird. Quelle.

Schließlich erreicht der Optima Express die türkische Grenze. Nach dem Überqueren von Svilengrad und Kapikule, wo keine Gepäckkontrolle erforderlich ist, kommen die Reisenden am späten Nachmittag in Edirne an. Von hier aus warten Taxis für die Weiterreise nach Istanbul, jedoch ist Bargeld für den Busstation erforderlich. Die gesamte Reise wird von einem Gefühl des langsamen Reisens begleitet, das durch die Verzögerungen und die entspannte Atmosphäre im Zug noch verstärkt wird. Quelle.

Ein Stück Kulturgeschichte

Der Optima Express verbindet nicht nur Landschaften, sondern auch Menschen und Zeiten. Die Route führt durch Regionen mit einer komplexen Geschichte, die von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, dem Osmanischen Reich und Jugoslawien geprägt sind. Auf dieser Reise begegnen die Passagiere nicht nur atemberaubenden Naturkulissen, sondern auch kulturellen Höhepunkten in Städten wie Zagreb, Split und Sarajevo. Diese Städte sind reich an Geschichte und lassen die Einflüsse der verschiedenen Epochen erahnen. Quelle.

Für viele Reisende ist der Optima Express mehr als ein Zug – er ist eine Brücke zu ihrer Vergangenheit und ein Zugang zu den landschaftlichen und kulturellen Schätzen des Balkans. Ob man die alte Schafzucht in den bulgarischen Bergen besucht oder in den Strandscha-Nationalpark eintaucht, wo Höhlenforscherinnen die Geheimnisse des Urwalds enthüllen – jede Fahrt ist einzigartig und voller Entdeckungen. Diese Reise ist ein wunderbares Beispiel für das, was langsames Reisen bedeutet: den Augenblick genießen und die Schönheit der Welt um uns herum in vollen Zügen aufnehmen.