Am Mittwochnachmittag, dem 5. Februar 2026, ereignete sich ein bemerkenswerter Vorfall in einem Elektronikfachgeschäft in Villach. Um 15:30 Uhr beobachtete ein aufmerksamer Ladendetektiv, wie zwei ungarische Staatsbürger eine Musikbox stahlen. Unverzüglich informierte er die Polizei und nahm mit seinem Pkw die Verfolgung der flüchtigen Täter auf. Dank seines schnellen Handelns konnte die Polizei das Fahrzeug der Verdächtigen im Stadtgebiet von Villach anhalten und die beiden Tatverdächtigen festnehmen. Im Wagen fanden die Beamten nicht nur die gestohlene Musikbox, sondern auch eine Reihe weiterer gestohlener Waren, darunter Markenschuhe und verschiedene Elektrogeräte.
Die beiden Verdächtigen, ein 42-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau, stehen im Verdacht, bereits mehrere Ladendiebstähle begangen zu haben. Die Gesamtschadenssumme wird auf einen vierstelligen Eurobereich geschätzt, was die Ernsthaftigkeit der Situation unterstreicht. Die Ermittlungen wurden umgehend aufgenommen, und die beiden Ungarn wurden bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt. Das Kriminalreferat des SPK Villach führt die weiteren Ermittlungen, um möglicherweise weitere Taten aufzuklären.
Hintergrund zu Ladendiebstählen
Die Vorfälle wie dieser sind keine Seltenheit. Laut einer Sicherheitsstudie 2025 haben 86% der österreichischen Händler bereits Erfahrungen mit Kriminalität im Geschäft gemacht. Erschreckende 42% davon waren sogar mehrfach betroffen. Jährlich entsteht durch Ladendiebstahl in Österreich ein Schaden von über 500 Millionen Euro, was mehr als 0,6% des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmacht. Die Studie zeigt auch, dass 91% der Händler von Ladendiebstählen berichteten, während 45% Falschgeld und 42% Einbrüche zu beklagen hatten.
In Reaktion auf die steigenden Kriminalitätsraten ergreifen viele Händler verschiedene Schutzmaßnahmen. 53% der Handelsunternehmen setzen auf das Verschließen von Betriebsräumen, während 47% in die Schulung ihres Personals investieren. Videoüberwachung ist für 41% ebenfalls ein wichtiges Thema. Diese Maßnahmen werden zunehmend notwendig, da nicht nur Ladendiebstahl, sondern auch Cyberkriminalität, wie Phishing und Malware, ansteigt.
Die Initiative „Gemeinsam Sicher“ wurde ins Leben gerufen, um die Prävention im Handel zu stärken. Händler benötigen in dieser schwierigen Lage Unterstützung, und 75% der Unternehmen halten feste Ansprechpartner bei der Polizei für hilfreich. Angesichts der aktuellen Lage ist es umso wichtiger, dass sowohl Polizei als auch Händler zusammenarbeiten, um die Sicherheit im Einzelhandel zu erhöhen.