Am Samstag, dem 7. März 2026, wird im Congress Center Villach, im Josef-Resch-Saal, ein bedeutendes Event stattfinden, das ganz im Zeichen der Gleichstellung steht. Veranstaltet vom Referat für Frauen und Gleichstellung des Landes Kärnten sowie dem Frauenreferat Villach, trägt die Veranstaltung das Motto „Mut für neue Wege“. Unter dem Titel „DAS FEST“ erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl informative als auch unterhaltsame Elemente vereint.

Ein Highlight der Veranstaltung wird die Keynote der Speakerin und Unternehmerin Maren Wölf sein, die zum Thema „Mut für neue Wege“ sprechen wird. In ihrer Ansprache wird sie gesellschaftliche Analysen, die Notwendigkeit von Gleichstellung und die Verantwortung für Veränderung beleuchten. Musikalisch umrahmt wird der Abend von DJane Simone Dueller, während Martina Klementin durch den Abend moderieren wird. Der Eintritt ist kostenlos, der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, und die Veranstaltung startet um 19 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann über diese Webseite vorgenommen werden.

Frauenfilmtage in Klagenfurt

Zusätzlich zu dieser Veranstaltung finden in Klagenfurt vom 5. bis 10. März 2026 die Frauenfilmtage im Volkskino statt. Diese Filmreihe setzt sich mit Themen wie Sexualität, Diskriminierung, Gewalt gegen Frauen, Emanzipation und historischen Frauenschicksalen auseinander. Vor den Filmen am 5. März werden Beratungseinrichtungen Einblicke in ihre Arbeit geben, was die Relevanz und die Dringlichkeit der angesprochenen Themen unterstreicht. Der internationale Frauentag am 8. März hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts und hat sich zu einem globalen Aktionstag für Frauenrechte, Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit entwickelt (Stuttgarter Zeitung).

Die Filme, die im Rahmen der Frauenfilmtage präsentiert werden, bieten eine Plattform, um weibliche Erfahrungen und historische Kämpfe darzustellen. Die Auswahl umfasst unter anderem „Suffragette“ (2015), der die Geschichte der britischen Frauenbewegung für das Wahlrecht thematisiert, sowie „Die göttliche Ordnung“ (2017), der den Kampf um das Frauenwahlrecht in der Schweiz bis 1971 behandelt.

Ein Blick auf die globale Situation

Der internationale Frauentag ist nicht nur eine Gelegenheit, um die Errungenschaften von Frauen zu feiern, sondern auch um auf die bestehenden Herausforderungen hinzuweisen. Die Vereinten Nationen haben 1975 den 8. März als Internationalen Frauentag institutionalisiert, um Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung zu bekämpfen und die Geschlechtergleichstellung zu fördern (bpb). Trotz Fortschritten bleibt die Realität für viele Frauen weltweit herausfordernd. Laut dem Sustainable Development Report 2024 gibt es zwar eine leichte Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit, allerdings ist der Fortschritt in einigen Regionen weiterhin „zu langsam, zu fragil und zu ungleichmäßig“.

In Deutschland sind Frauen nach wie vor von zahlreichen Formen der Diskriminierung betroffen. Statistiken zeigen, dass jede dritte Frau physische oder sexualisierte Gewalt erlebt hat. 2023 wurden 167.639 Fälle von Partnerschaftsgewalt angezeigt, was einen Anstieg von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Der Gender Pay Gap beträgt derzeit 16%, und der Frauenanteil in Führungspositionen bleibt mit 19% in den 200 umsatzstärksten Firmen niedrig (bpb).

Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie „DAS FEST“ in Villach und die Frauenfilmtage in Klagenfurt, die nicht nur zur Sensibilisierung beitragen, sondern auch Möglichkeiten zur Vernetzung und zum gegenseitigen Austausch bieten. Der Internationaler Frauentag bleibt ein bedeutendes Datum, um für die Rechte von Frauen und Mädchen einzutreten und für eine gerechtere Zukunft zu kämpfen.