In der Nacht auf Sonntag, den 22. Februar 2026, kam es in Villach zu einem spektakulären Unfall, der das Thema Alkohol am Steuer erneut ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt. Gegen 4:45 Uhr fuhr ein 21-jähriger Mann aus dem Bezirk Villach Land auf der Rosegger Straße (L52) in Richtung Rosegg. Seine Fahrweise war alles andere als vorbildlich: Er fuhr in Schlangenlinien und touchierte sowohl die rechte als auch die linke Leitschiene. Glücklicherweise blieb der Fahrer bei dem Vorfall unverletzt, jedoch entstand an seinem Pkw Totalschaden. Ein durchgeführter Alkotest verlief positiv, und da der Fahrer keinen Führerschein besaß, konnte dieser auch nicht abgenommen werden. Die Fahrbahn war bis 7 Uhr für Bergungs- und Aufräumarbeiten gesperrt (Quelle).
Diese Vorfälle sind leider keine Einzelfälle. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland insgesamt 34.700 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss registriert, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Besonders alarmierend ist, dass 17.016 dieser Unfälle zu Personenschäden führten, was einen Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Insbesondere an Feiertagen, wie Christi Himmelfahrt, kommt es zu einem Anstieg solcher Unfälle. An diesem Tag wurden allein 287 Alkoholunfälle gezählt, mehr als an jedem anderen Tag des Jahres. Dabei sind 39 Prozent der Alkoholunfälle mit Personenschaden von Pkw-Fahrenden verursacht worden. Der TÜV-Verband fordert daher eine stärkere Aufklärungsarbeit und intensivere Kontrollen, insbesondere auch bei Rad- und E-Scooter-Fahrenden (Quelle).
Die Rolle der Aufklärung und Prävention
Die Prävention und Aufklärung bezüglich der Gefahren des Alkoholgebrauchs im Verkehr sind entscheidend. Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (BADS) mit Sitz in Hamburg widmet sich genau diesem Thema. Der Verein hat sich die Bekämpfung von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln im Straßenverkehr zum Ziel gesetzt und fördert die Verkehrserziehung. Zu den Hauptaufgaben gehören die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und die Förderung der Forschung in diesem Bereich. Darüber hinaus setzt sich der BADS für eine Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Organisationen ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen (Quelle).
Die Forderungen des TÜV-Verbands, wie etwa die Einführung härterer Sanktionen für Alkoholfahrten und die Senkung der Grenze für die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) von 1,6 auf 1,1 Promille, könnten entscheidend dazu beitragen, die Unfallzahlen weiter zu senken. Ab 1,1 Promille gelten Verkehrsteilnehmende als absolut fahruntüchtig und haben ein zehnfach höheres Unfallrisiko. Die Notwendigkeit von Veränderungen ist offensichtlich, wenn man die steigenden Zahlen der Alkoholunfälle betrachtet.
Insgesamt ist es von größter Bedeutung, das Bewusstsein für die Gefahren des Alkoholmissbrauchs im Straßenverkehr zu schärfen. Nur durch Aufklärung, konsequente Kontrollen und präventive Maßnahmen kann es gelingen, die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen und tragische Unfälle zu vermeiden.