In der malerischen Region Villach-Land wird es spannend: Der Innovationspreis „Vifzack 2026“ der Landwirtschaftskammer Kärnten befindet sich in der entscheidenden Phase. Bis zum 1. März haben alle Kärntnerinnen und Kärntner die Möglichkeit, online für eines der zehn Finalprojekte abzustimmen. Ziel dieses Preises ist es, innovative landwirtschaftliche Betriebe zu würdigen und die Vielfalt der Kärntner Landwirtschaft ins Rampenlicht zu rücken. Unter den Finalisten finden sich drei herausragende Betriebe aus dem Bezirk Villach-Land, die mit ihren kreativen Ansätzen und nachhaltigen Konzepten beeindrucken.
In St. Egyden, Velden, hat Franz Lauritsch (vulgo Mischelle) einen eindrucksvollen Edelbrandbetrieb etabliert. Mit Rinderhaltung und einer modernen Schaubrennerei legt er den Fokus auf nachhaltige Kreislaufwirtschaft und die Veredelung hofeigener Produkte. Besonders hervorzuheben ist sein Had’n Whisky, der aus hofeigenem Buchweizen hergestellt und mindestens vier Jahre im Kärntner Eichenfass gelagert wird. Die Schaubrennerei ist für Besucher zugänglich und bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunst der Brennerei.
In Feffernitz hat Elias Gradnitzer (vulgo Spitaler) einen Schafmilchbetrieb gegründet, den er im Alter von nur 21 Jahren neu aufgebaut hat. Mit seiner Ausbildung zum Milchtechnologen verarbeitet er die Milch von etwa 70 Milchschafen direkt am Hof. Sein Motto „Milch und Käse vom Schaf – schmeckt määhh-tastisch!“ bringt die Liebe zur Schafhaltung und der Milchverarbeitung perfekt zum Ausdruck.
Innovative Ansätze in der Landwirtschaft
Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist die Sonnengenussmanufaktur der Familie Kollitsch (vlg. Urrich) in Wernberg. Hier wird traditionelle Landwirtschaft mit nachhaltiger Energieerzeugung kombiniert. Neben der Direktvermarktung eigener Lebensmittel setzt die Familie auf Photovoltaik und bietet zudem Reparaturen für landwirtschaftliche Geräte an. Der Fokus auf Tierwohl und ökologische Nachhaltigkeit macht diesen Betrieb zu einem Vorreiter in der Region.
Die Abstimmung für diese innovativen Projekte ist nicht nur eine Möglichkeit, die eigene Stimme abzugeben, sondern auch, um die Innovationskraft der Kärntner Landwirtschaft zu unterstützen und sichtbar zu machen. Das Engagement der Betriebe zeigt, wie wichtig es ist, traditionelle Werte mit modernen Ansätzen zu verbinden.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Parallel zu den Entwicklungen in Kärnten wird auch in Deutschland ein Innovationspreis ausgeschrieben. Der „Innovationspreis moderne Landwirtschaft“, veranstaltet vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML) und top agrar, hat das Ziel, die Innovationskraft der deutschen Landwirtschaft zu fördern und sichtbar zu machen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20. September 2024, und es gibt verschiedene Kategorien, darunter einen Sonderpreis für regenerative Landwirtschaft. Auch hier wird es eine Online-Abstimmung geben, die die Community aktiv in den Prozess einbindet.
Die Preisverleihung findet am 20. Januar 2025 im Rahmen der Grünen Woche in Berlin statt. Mit einem Preisgeld von 5.000 Euro für die Hauptkategorie und den Sonderpreis sowie weiteren Kommunikationsmaßnahmen wird der Innovationsgeist der Landwirtschaft in den Fokus gerückt. Diese Initiativen zeigen, dass innovative Ansätze in der Landwirtschaft nicht nur in Kärnten, sondern auch in Deutschland gefördert werden, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.
Für weitere Informationen zur deutschen Initiative können Interessierte die Pressevertreter der Veranstalter kontaktieren. Beatrix Reißig vom Forum Moderne Landwirtschaft ist unter presse@moderne-landwirtschaft.de erreichbar, während Malin Dietrich von top agrar unter malin.dietrich@topagrar.com zur Verfügung steht.
Insgesamt verdeutlicht der Innovationspreis „Vifzack 2026“ in Kärnten nicht nur die Vielfalt der Landwirtschaft, sondern auch die Notwendigkeit, innovative Lösungen in der Branche zu fördern. Die Teilnahme an solchen Wettbewerben ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Landwirtschaft nachhaltig weiterzuentwickeln.