In der Nacht auf Sonntag, den 15. Februar 2026, kam es gegen 23.30 Uhr in einem Lokal im Stadtgebiet von Villach zu einem bemerkenswerten Vorfall. Eine 39-jährige Frau aus Villach und eine 42-jährige Frau aus dem Bezirk Villach-Land gerieten in einen Streit, der zunächst verbal begann, sich jedoch schnell in Handgreiflichkeiten verwandelte. Die Auseinandersetzung endete damit, dass die 39-Jährige die andere Frau mit der Faust schlug, was zu Verletzungen bei der 42-Jährigen führte. Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung und transportierte die Verletzte zur medizinischen Abklärung ins LKH Villach. Die 39-Jährige sieht sich nun einer Anzeige gegenüber, nachdem der Streit derart eskalierte (Quelle).
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen in einer Wohnung in Villach, wo eine 24-jährige Villacherin und ihr 28-jähriger Partner in einen heftigen Streit gerieten. In einem Moment der Eskalation griff die Frau zu einem Messer und fügte dem Mann zwei Schnittverletzungen zu. Dieser konnte das Messer abnehmen und verletzte sie ebenfalls mit dem gleichen Werkzeug. Auch hier kam der Rettungsdienst ins Spiel: Die Frau wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Landeskrankenhaus Villach gebracht, während der Mann die medizinische Versorgung ablehnte und vorläufig festgenommen wurde. Gegen ihn wurden ein Annäherungs- und Betretungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot verhängt. Die Ermittlungen dazu werden durch den Kriminaldienst des Stadtpolizeikommandos Villach durchgeführt (Quelle).
Häusliche Gewalt und Gewaltschutz
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Herausforderungen im Bereich häuslicher Gewalt in Österreich. Der Gewaltschutzbericht 2020-2024 zeigt Entwicklungen in der Bekämpfung häuslicher Gewalt auf. Im Jahr 2024 wurden 14.583 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen, was einen Rückgang um 3,5% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders in Wien ist die Zahl mit 4.091 am höchsten, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Diese Zahlen verdeutlichen, dass trotz eines allgemeinen Rückgangs nach wie vor ein enormer Handlungsbedarf besteht (Quelle).
Die Polizei und verschiedene Organisationen bieten zahlreiche Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen an, um die Gesellschaft auf die Problematik aufmerksam zu machen. Dazu gehören unter anderem die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ sowie regelmäßige Gewaltschutzgipfel. Außerdem stehen Notfallkontakte bereit, darunter die Polizei (Notruf 133) und die Frauen-Helpline gegen Gewalt (0800 222 555). Trotz der positiven Entwicklungen bleibt die Bekämpfung häuslicher Gewalt eine gesellschaftliche Herausforderung, die kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordert.