Heute ist der 6.03.2026 und die Gemeinde Velden am Wörthersee verabschiedet sich von einer prägendsten Figuren der Kommunalpolitik: Ferdinand Vouk. Nach 41 Jahren engagierter Tätigkeit, davon 25 Jahre als Bürgermeister, zieht er einen Schlussstrich und beschreibt seinen Abschied als schwer. „Politik war Teil meines Lebens“, so Vouk, der mit Dankbarkeit auf seine Zeit zurückblickt und das Vertrauen der Bürger in den Mittelpunkt seiner Erinnerungen stellt. Unter seiner Führung hat sich Velden zu einer modernen und vielfältigen Gemeinde entwickelt, die in den letzten Jahren viele wichtige Projekte realisieren konnte.
In seiner Amtszeit setzte Vouk auf verantwortungsvolle Raumplanung, die unter anderem eine befristete Bausperre im Seeuferbereich umfasste. Der Umbau des Bahnhofs zu einer modernen Mobilitätsdrehscheibe und der neue Bildungscampus mit einer internationalen Schule sowie einer Musikschule im ehemaligen Feuerwehrhaus sind nur einige der Errungenschaften. Auch die Infrastruktur hat durch Investitionen in Hochwasserschutz, Straßen, Radwege, Wasserversorgung, Glasfaser und Energieeffizienz einen enormen Schub erhalten. Velden wurde zudem als Klimabündnisgemeinde ausgezeichnet und investierte in Projekte wie Photovoltaik, E-Car-Sharing und ein Bürgersolarkraftwerk.
Soziale Verantwortung und nachhaltige Entwicklung
Ferdinand Vouk hat nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte geachtet, sondern auch soziale Projekte vorangetrieben. Der Veldener Sozialfonds unterstützt Menschen in schwierigen Situationen, und die Schaffung von leistbarem Wohnraum, einschließlich neuer Wohnungen und betreubarem Wohnen, wurde stark gefördert. Zudem wurde die Pflegeinfrastruktur mit einem neuen Pflegeheim und einem Demenzkompetenzzentrum ausgebaut.
Ein Bereich, der ihm besonders am Herzen lag, war die Sicherheit. Neue Fahrzeuge für die Feuerwehren und Wasserrettung sowie die Rotkreuz-Ortsstelle sind das Ergebnis von Vouks Engagement. Der Tourismus erhielt ebenfalls einen Boost durch Investitionen in Nebensaisonangebote, ein Konferenzzentrum, Märkte und das Schlosshotel. Auch die internationalen Partnerschaften mit Gemona und Bled tragen zur Attraktivität der Region bei.
Besonders bemerkenswert ist, dass trotz der finanziellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie die Gemeinde Velden ihre Investitionen und freiwilligen Leistungen aufrechterhalten konnte. Vouk bedankte sich zuletzt bei seinen Mitarbeitern, den Bürgern, dem Gemeindevorstand, dem Gemeinderat, Ehrenamtlichen und Sicherheitskräften sowie seiner Familie, insbesondere seiner Gattin Gudrun. Mit Dankbarkeit und Freude verlässt er sein Amt, bleibt jedoch der Gemeinde verbunden.
Ein Blick in die Zukunft: Nachhaltigkeit und Energie
Die Marktgemeinde Velden ist nicht nur Mitglied beim Klimabündnis, sondern hat sich auch zur KEM Carnica Rosental bekannt. Ein einstimmig beschlossener Masterplan bis 2030 legt die Energieleitlinien fest, die den sparsamen Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zum Ziel haben. Bis 2030 sollen 80% des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen stammen, und die Bürger sind eingeladen, Ideen zur Energiezukunft einzubringen. Bürgermeister Ferdinand Vouk leitete das e5-Team, das sich intensiv mit Nachhaltigkeit beschäftigt, und die Gemeinde bekennt sich zur Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung.
Die Herausforderungen, denen sich Städte im Klimaschutz gegenübersehen, sind nicht zu unterschätzen. Wie auch in vielen anderen deutschen Kommunen, wird der Druck größer, Emissionen deutlich zu senken. Mit einem System aus Anreizen kann die Akzeptanz der Bürger für Klimaschutzmaßnahmen erhöht werden. In Velden hat man bereits erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt, und durch Bürgerbeteiligung kann das Vertrauen in die kommunalen Entscheidungen gestärkt werden. Wissenschaftler schätzen, dass viele Kommunen, auch Velden, vor 2045 treibhausgasneutral werden könnten, wenn die Bürger aktiv in die Entscheidungen einbezogen werden.
Insgesamt hat Ferdinand Vouk mit seinem Engagement und seinen Projekten maßgeblich dazu beigetragen, Velden zu einem modernen und lebenswerten Ort zu entwickeln, der auch in Zukunft auf Nachhaltigkeit setzt. Für weitere Informationen zu Vouks Wirken und den zukünftigen Projekten der Gemeinde kann die Quelle hier nachgelesen werden. Auch die Details zu den Energieleitlinien sind unter diesem Link zu finden.