In der malerischen Region Villach-Land wurde am Samstagabend, dem 14. Februar, die Bergrettung Villach zu einem medizinischen Notfall im Hotel Sonnenresort auf der Gerlitzen gerufen. Ein Gast litt unter Brustschmerzen, was sofortige Hilfe erforderte. Um 20 Uhr informierte die Rettungsleitstelle die Bergretter, die sich auf den Weg machten. Der starke Schneefall stellte jedoch ein erhebliches Hindernis dar, da die Auffahrt zum Hotel auf etwa 1.500 Höhenmetern stark eingeschränkt war. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse war zunächst unklar, ob der Rettungsdienst den Patienten rechtzeitig erreichen konnte.

Der Bergrettungsnotarzt konnte schließlich den Patienten erstversorgen, bevor dieser mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus Villach verbracht wurde. Neben diesem Einsatz gab es an diesem Tag auch weitere besorgniserregende Vorfälle in der Region, darunter ein Schusswaffenvorfall mit Jugendlichen in Spittal sowie ein tragischer Vorfall, bei dem ein 46-jähriger Mann von einem Baum getroffen und tödlich verletzt wurde. Auch eine Skifahrerin hatte einen Unfall auf der Petzen, als sie gegen einen Baum krachte. Trotz der Herausforderungen, die der Schneefall mit sich brachte, konnte die Bergrettung ihre wichtige Aufgabe erfolgreich erfüllen. Weitere Informationen zu diesem Vorfall können in dem Artikel auf meinbezirk.at nachgelesen werden.

Einsätze der Bergrettung Villach

Die Bergrettung Villach ist für ihre schnelle Reaktion bekannt, und das nicht nur an diesem schneereichen Abend. Am 5. August 2025 verzeichnete die Bergrettung einen Rekord von fünf Einsätzen an einem einzigen Tag. Geschäftsstellenleiter Bernhard Pichler-Koban berichtete von einer Vielzahl an Notfällen, die das Team bewältigen musste. Der erste Einsatz betraf eine Frau mit Kreislaufproblemen und einer leichten Kopfverletzung, die selbstständig abgestiegen war und ins LKH Villach gebracht wurde. Ein weiterer Einsatz beinhaltete einen Paragleiterabsturz auf der Gerlitzen, bei dem der Paragleiter glücklicherweise unverletzt blieb, jedoch Unterstützung bei der Schirmbergung benötigte.

Die weiteren Einsätze umfassten einen Sturz einer Dame mit Kopfverletzung auf dem Mittagskogel, eine Fußverletzung unter der Pöllinger Hütte auf der Gerlitzen sowie einen Radfahrer mit Kreislaufproblemen am Südufer des Ossiacher Sees. Insgesamt wurden an diesem Tag zwölf Ehrenamtliche mobilisiert, was sich als Herausforderung herausstellte, da an Werktagen genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen müssen. Ein Appell an die Öffentlichkeit wurde laut: Touren sollten im Voraus geplant, das Wetter geprüft und auf Eventualitäten vorbereitet werden. Ein aufgeladenes Handy ist dabei unerlässlich. Weitere Details zu diesen Einsätzen finden sich auf 5min.at.

Herausforderungen für Bergretter

Die Arbeit der Bergrettung wird durch eine Zunahme an Einsätzen und die sich verändernden klimatischen Bedingungen immer herausfordernder. Bergretter müssen regelmäßig trainieren, um im Einsatz effektiv zu sein. In den Alpen gab es in diesem Sommer zahlreiche Berichte über tragische Unfälle, die die Notwendigkeit einer effektiven Bergrettung unterstreichen. Die Einsätze in Österreich von Mai bis September beliefen sich auf 3.674, was etwa 200 mehr als im Zehn-Jahres-Schnitt entspricht. Die meisten Unfälle passieren beim Wandern oder Bergsteigen, wobei sie in Österreich fast drei Viertel aller Unfälle ausmachen.

Ein besorgniserregender Trend zeigt, dass immer mehr Bergsportler die Bergrettung rufen, weil sie vor Erschöpfung nicht mehr weiter können oder das Terrain unterschätzen. Diese Notrufe machen etwa jeden dritten Einsatz aus. Zudem ist zu beobachten, dass viele Unverletzte die Bergrettung in Anspruch nehmen, nur weil sie die letzte Seilbahn verpasst haben. Jährlich ereignen sich in den Alpen mehrere hundert tödliche Unfälle, wobei die Hälfte auf schwere Unfälle und die andere Hälfte auf internistische Notfälle entfällt. Weitere Informationen zu den Herausforderungen und der Finanzierung der Bergrettung sind auf Deutschlandfunk.de verfügbar.

Die Bergrettung spielt eine unverzichtbare Rolle in der Sicherheit der Bergsportler und ist auf das Engagement und die Bereitschaft der Ehrenamtlichen angewiesen. Die Herausforderungen des Klimawandels sowie die steigende Zahl der Bergsportler erfordern ein Umdenken im Umgang mit den Bergen und eine verantwortungsvolle Planung von Touren.