Der Kärntner Arbeitsmarkt zeigt sich im März 2026 in einer erfreulichen Verfassung. Die Arbeitslosigkeit ist in allen Bezirken des Bundeslandes gesunken, was eine positive Entwicklung darstellt. Mit aktuell 18.255 arbeitslosen Personen verzeichnet Kärnten den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit in ganz Österreich, und das sogar stärker als in anderen Bundesländern. In Villach ging die Zahl der Arbeitslosen um 357 zurück, während in St. Veit an der Glan 155 Personen weniger arbeitslos waren. Diese erfreuliche Nachricht wird durch die Daten des AMS untermauert, die detaillierte Informationen zur Situation am Arbeitsmarkt bieten (5min).

Der Rückgang zeigt sich besonders in den Bereichen Fremdenverkehr, Hilfsberufe, Bausektor und Bürobereich. So vermeldet das AMS für den Bezirk Feldkirchen einen Rückgang von 6,2 Prozent auf 722 Arbeitslose und für Hermagor sogar 9,5 Prozent mit 400 Arbeitslosen. In Klagenfurt sind es 6.185 gemeldete Arbeitslose, was einem Rückgang von 0,6 Prozent entspricht. Insgesamt ist die Anzahl offener Stellen in Kärnten um 5,2 Prozent gestiegen, mit der höchsten Nachfrage in den Bereichen Technik, Bau und Hilfsberufe.

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Demografische Trends am Arbeitsmarkt

Ein Blick auf die demografischen Daten zeigt, dass weniger Jugendliche arbeitslos sind, mit einem Rückgang von 2,4 Prozent auf nunmehr 1.726 Personen unter 25 Jahren. Auch die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos sind, ist um 4,0 Prozent gesunken. Währenddessen gibt es jedoch einen leichten Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen um 104 Personen auf 2.616. Die Gesamtarbeitslosenquote in Kärnten liegt im März bei 7,8 Prozent, was im Vergleich zur österreichweiten Quote von 7,5 Prozent etwas höher ist (AMS).

Die Beschäftigtenzahl in Kärnten ist hingegen um 0,4 Prozent auf 216.000 gesunken, während die österreichweite Anzahl an Beschäftigten leicht um 0,1 Prozent auf 3.952.000 angestiegen ist. Dies zeigt, dass die Beschäftigungslage in Kärnten angespannt bleibt, auch wenn die Arbeitslosigkeit abnimmt. Die Daten zeigen, dass insbesondere Personen ohne formale Bildung ein höheres Risiko für Arbeitslosigkeit haben, und dass die wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die geopolitischen Entwicklungen, wie den Iran-Krieg, verursacht werden, weiterhin bestehen.

Ausblick und zukünftige Entwicklungen

Obwohl Kärnten im Vergleich zu anderen Bundesländern Fortschritte macht, bleibt der Arbeitsmarkt insgesamt angespannt. Die Zahl der arbeitslosen oder an Schulungen teilnehmenden Personen ist im März 2026 auf 322.727 gestiegen, was einem Anstieg von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Prognosen deuten auf eine vorsichtige Erholung hin, allerdings bleiben die Auswirkungen der globalen wirtschaftlichen Lage spürbar. Laut den letzten Berichten gelten 103.195 Personen als langzeitbeschäftigungslos, was einen Anstieg von 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies verdeutlicht, dass die Herausforderungen am Arbeitsmarkt vielfältig sind, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird (arbeit plus).