Am Samstag, dem 18. April, war St. Veit an der Glan Schauplatz einer beeindruckenden Großübung, bei der fast 600 Feuerwehrleute aus dem Bezirk St. Veit ihr Können unter Beweis stellten. Diese großangelegte Übung hatte das Ziel, das Zusammenspiel und die Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen zu testen. Um 5 Uhr morgens wurden die Mitglieder des Bezirkseinsatzstabes alarmiert, und ab 6 Uhr war der Krisenstab im Rüsthaus St. Veit aktiv, um die Einsatzleiter organisatorisch zu unterstützen und den Überblick über die verschiedenen Schadenslagen zu behalten.
Die Übungsszenarien waren so vielseitig wie herausfordernd. Ein Sturm, der ein Dach der Treibacher Industrie AG (TIAG) in Althofen abdeckte, erforderte den Einsatz von Kräften mit Spezialausbildung für Menschenrettungs- und Absturzsicherung (MRAS). Diese sicherten das beschädigte Dach provisorisch. Ein weiteres Szenario war eine Kollision zwischen einem LKW und zwei PKW nahe Pölling, bei der ein Lenker eingeklemmt wurde und der LKW radioaktives Material verlor. Hierbei mussten der Strahlenspürtrupp und Taucher zum Einsatz kommen, um die Lage zu bewältigen.
Waldbrand und weitere Einsatzszenarien
Das Geschehen nahm einen dramatischen Verlauf, als am späten Vormittag ein Waldbrand in einem Waldstück bei Straßburg ausbrach. Dieser griff schnell auf etwa sechs Hektar Fläche um sich und erforderte die Errichtung von Riegelstellungen sowie den Einsatz von Waldbrandpaketen zur Bekämpfung des Feuers. Die Feuerwehr Hörzendorf-Projern setzte zudem eine Drohne ein, die Live-Bilder des Brandes übertrug und damit die Koordination der Einsatzkräfte erleichterte. Auch eine Kollision zwischen einem PKW und einem Kesselwagen der ÖBB in Friesach war Teil der umfassenden Übung, die die Einsatzkräfte bis an ihre Grenzen forderte.
Insgesamt waren 583 Mitglieder mit etwa 100 Fahrzeugen der St. Veiter Feuerwehren im Einsatz. Landesbranddirektor-Stellvertreter Friedrich Monai und Bezirksfeuerhauptfrau Claudia Egger äußerten sich sehr zufrieden mit den Leistungen und der Zusammenarbeit der Übungsteilnehmer. Diese Übung verdeutlicht nicht nur die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, sondern auch das Engagement der Florianis, die rund um die Uhr bereit sind, um in Notfällen zu helfen.
Ein starkes Netzwerk für die Sicherheit
Solche Übungen sind von entscheidender Bedeutung, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Sie ermöglichen den Feuerwehren, ihre Abläufe zu verfeinern und die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzkräften zu optimieren. In einem Land wie Österreich, wo die Natur manchmal unberechenbar sein kann, ist es unerlässlich, dass die Einsatzkräfte gut vorbereitet sind. Durch regelmäßige Übungen wird nicht nur die technische Kompetenz, sondern auch das Vertrauen und die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr gefestigt. Dies ist besonders wichtig, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.
Heute, am 20. April 2026, blicken wir auf diese eindrucksvolle Übung zurück und können nur dankbar sein, dass wir auf eine so gut ausgebildete und engagierte Feuerwehr zählen können. Ihre Bereitschaft, sich den Herausforderungen zu stellen, schützt nicht nur unser Hab und Gut, sondern gibt uns auch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit in unserer Heimat.