Heute ist der 14.02.2026, und während viele Menschen in St. Veit an der Glan den Valentinstag als „Tag der Liebe“ feiern, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Ursprünge und Traditionen dieses besonderen Tages zu werfen. Der Valentinstag wird am 14. Februar gefeiert und hat tief verwurzelte Bräuche, die auf das Fest des Heiligen Valentinus zurückgehen, einem Märtyrer der frühen Christenheit. Der Gedenktag des hl. Valentinus wurde bereits im Jahr 496 von Papst Gelasius für die gesamte Kirche eingeführt, allerdings wurde er 1969 aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Um den Valentinstag herum finden häufig Gottesdienste statt, in denen Ehepaare gesegnet werden, was das religiöse Element des Tages unterstreicht.

Die Existenz des Heiligen Valentinus selbst ist jedoch umstritten. Es gibt Hinweise, dass seine Leidensgeschichte möglicherweise erfunden ist, und fälschlicherweise wurde angenommen, dass eine Basilika für einen Heiligen namens Valentin gebaut wurde. Historische Quellen über sein Leben sind kaum vorhanden; viele Informationen stammen aus späteren Legenden. Tatsächlich ist der heilige Valentin ein Sammelbegriff für mehrere frühchristliche Märtyrer, darunter Valentin von Rom und Valentin von Terni, die beide im 3. Jahrhundert während der Christenverfolgungen unter Kaiser Claudius II. hingerichtet wurden.

Von der Kirche zur Romantik

Die Verbindung des Valentinstags mit romantischer Liebe entstand erst im Mittelalter, insbesondere ab dem 14. Jahrhundert in England und Frankreich. Dichter wie Geoffrey Chaucer verknüpften den Valentinstag mit der Paarungszeit der Vögel, was zur Tradition des Austauschs von Liebesgedichten und „Valentine“-Botschaften führte. Im 18. Jahrhundert in England wurden Blumen, Süßigkeiten und Grußkarten, auch bekannt als „Valentines“, ausgetauscht, und diese Tradition hat sich bis heute gehalten. Im 20. Jahrhundert wurde der Valentinstag stark kommerzialisiert, besonders in den USA, wo etwa 190 Millionen Valentinstagskarten versendet werden.

Obwohl die katholische Kirche den Valentinstag nie als Fest der romantischen Liebe etabliert hat, gibt es dennoch zahlreiche kirchliche Feiern, die die Liebe und Beziehungen segnen. In Köln sind Paare zu einem Mittagsgebet im Kölner Dom eingeladen, gefolgt von einem persönlichen Segen. In Düsseldorf wird sogar eine „Nacht der Liebenden“ in den Kirchen veranstaltet, bei der Kostüme erwünscht sind. In Essen gibt es mobile Segensangebote und einen Segensgottesdienst im Essener Dom. All diese Veranstaltungen zeigen, dass der Valentinstag mehr als nur ein weltlicher Feiertag ist.

Ein internationaler Feiertag

Der Valentinstag wird weltweit unterschiedlich gefeiert. In Japan beispielsweise schenken Frauen am 14. Februar Schokolade an Männer, die dies am 14. März, dem sogenannten White Day, erwidern. In Italien gibt es den Brauch, Liebesschlösser anzubringen, und in vielen lateinamerikanischen Ländern wird der Valentinstag als „Tag der Liebenden“ gefeiert. Auch in Indien gewinnt der Valentinstag zunehmend an Popularität, trotz Widerstand von Traditionalisten. In Saudi-Arabien gab es in der Vergangenheit Verbote für Valentinstagsfeiern, die jedoch in den letzten Jahren gelockert wurden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Valentinstag, der heute als weltlicher „Tag der Liebe“ gefeiert wird, eine vielschichtige Geschichte hat, die von heidnischen Bräuchen über christliche Traditionen bis hin zu modernen kommerziellen Praktiken reicht. Die Symbole des Valentinstags, wie herzförmige Gegenstände, Tauben und Cupido, spiegeln diese Vielfalt wider und machen den 14. Februar zu einem Tag, der nicht nur der romantischen Liebe, sondern auch der allgemeinen Wertschätzung zwischen Menschen gewidmet ist. Für weitere Informationen über die Ursprünge und die Feiern des Valentinstags können Sie die ausführlichen Artikel auf MeinBezirk, Domradio und Wikipedia nachlesen.