In St. Veit an der Glan wird die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr großgeschrieben. So setzen sich die AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) für die Sicherheit der Kleinsten ein. Im Rahmen der Aktion „Glühwürmchen“ lernen Kindergarten- und Volksschulkinder, wie wichtig ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist. Unterstützt wird diese Initiative von zwei Handpuppen, dem Glühwürmchen „Glitzi“ und der Henne „Berta“, die den Kindern spielerisch die Bedeutung von heller Kleidung und Reflektoren näherbringen.

Die Zahlen sind alarmierend: Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Österreich 1.716 Kinder bei Straßenverkehrsunfällen verletzt und vier getötet. Dunkel gekleidete Fußgänger werden erst aus 20 bis 30 Metern Entfernung erkannt, während helle Kleidung und Reflektoren die Sichtbarkeit auf etwa 150 Meter erhöhen können. Durch diese Präventionsmaßnahmen kann das Unfallrisiko um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Ziel der Aktion ist es, dass die Kinder das Gelernte im Alltag umsetzen und die Tipps bis ins Jugend- und Erwachsenenalter präsent bleiben. Weitere Informationen sind auf der Website www.kfv-aktionen.at/gluehwuermchen verfügbar.

Aktion in Scheibbs

Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung dieser Initiative fand in Scheibbs statt. Hier besuchten die Glühwürmchen „Glitzi“ und die Henne „Berta“ die Volksschule, um den Kindern die Wichtigkeit von Sichtbarkeit im Straßenverkehr näherzubringen. Der Veranstalter KFV bot den Kindern die Möglichkeit, mit einem kostenlosen Bastelkoffer eigene Reflektoren zu gestalten.

Christian Kräutler vom KFV betonte die Dringlichkeit dieser Maßnahmen: „Dunkel gekleidete Fußgänger sind erst aus 20-30 Metern erkennbar, helle Kleidung und Reflektoren aus 150 Metern.“ Diese Präventionsmaßnahmen sind besonders in der dunklen Jahreszeit von Bedeutung, wenn die Erkennungsfähigkeit bei Nacht um etwa 80% abnimmt. Laut einer Sichtbarkeitserhebung des KFV waren 60% der Fußgänger und Radfahrer schlecht sichtbar, bei Kindern lag dieser Anteil bei 24%. Es ist erschreckend zu wissen, dass nur 21% der beobachteten Fußgänger Reflektoren trugen und lediglich 16% helle Kleidung anhatten.

Praktische Tipps zur Verbesserung der Sichtbarkeit

Die Initiative „Glühwürmchen“ hat zum Ziel, dass Kinder das Gelernte im Alltag integrieren, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. In der dunklen Jahreszeit sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Helle Kleidung, auffällige Muster und reflektierende Materialien sind entscheidend. Außerdem sollten Autofahrer ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen und langsamer fahren, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Zusätzlich sollten Fahrradfahrer ihre Beleuchtung und die vorgeschriebenen Reflektoren regelmäßig überprüfen. Sicherheit beginnt bei der richtigen Ausrüstung: Sicherheitswesten müssen die Norm EN ISO 17353 erfüllen und sollten über der Kleidung getragen werden. Auch für Schulranzen gelten strenge Normen (DIN 58124), die die Sichtbarkeit erhöhen helfen.

Insgesamt gibt es viele praktische Tipps, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu verbessern. Ein gemeinsames Bewusstsein für diese Thematik kann dazu beitragen, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Weitere Informationen sind im ADAC Schulwegratgeber und von der ADAC Stiftung verfügbar, um sicherzustellen, dass Kinder sicher zur Schule kommen.