In der Nacht vom 14. Februar 2026, um 23:15 Uhr, ereignete sich ein Vorfall auf einem Parkplatz in der Villacher Straße in Spittal an der Drau, der sowohl die Polizei als auch die Anwohner in Aufregung versetzte. Mehrere Jugendliche, zwischen 17 und 18 Jahren alt, hantierten mit einer vermeintlichen Schusswaffe und schossen in Richtung eines geparkten Pkw. Diese gefährliche Situation führte zu einem sofortigen Polizeieinsatz, bei dem mehrere Streifen der Polizei, das Einsatzkommando Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe mobilisiert wurden. Die Jugendlichen flüchteten in zwei Fahrzeugen vom Parkplatz, doch die Polizei setzte umgehend eine Fahndung in Gang.
Im Rahmen der intensiven Fahndungsmaßnahmen konnten zwei junge Männer, 17 und 18 Jahre alt und beide aus dem Bezirk Spittal an der Drau, festgenommen werden. Der 17-Jährige gestand, mehrfach mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen zu haben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnadresse stellte die Polizei nicht nur die Schreckschusswaffe, sondern auch Munition und ein Springmesser sicher. Infolgedessen wurde ein vorläufiges Waffenverbot gegen den 17-Jährigen ausgesprochen, und es wird eine Anzeige gegen ihn erstattet. Weitere Informationen zu diesem Vorfall können in einem Bericht auf 5min.at nachgelesen werden (Quelle).
Ähnliche Vorfälle und die Rolle der Polizei
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich in Passau, wo ein 17-jähriger Jugendlicher vor der Polizei flüchtete, nachdem er sich einer Verkehrskontrolle entzogen hatte. Die Flucht endete, als der Jugendliche mit seinem Auto gegen einen Streifenwagen und eine Hausmauer prallte. Während der Verfolgung gab ein Bundespolizist drei Schüsse mit seiner Dienstwaffe in Richtung des flüchtenden Wagens ab. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die genauen Umstände des Schussabgabes sind noch unklar, und die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Details sind in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu finden (Quelle).
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle Situation der Jugendkriminalität in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 ist die Zahl der Straftaten insgesamt um 1,7 % gesunken, wobei die Gewaltkriminalität jedoch um 1,5 % gestiegen ist. Dies stellt den höchsten Stand seit 2007 dar. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der tatverdächtigen Kinder um 11,3 % und der Jugendlichen um 3,8 %. Psychische Belastungen und wirtschaftliche Unsicherheiten gelten als Risikofaktoren, die viele junge Menschen in problematische Situationen bringen können. Es bleibt zu hoffen, dass präventive Maßnahmen und verstärkte soziale Programme dazu beitragen, solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern (Quelle).